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Deutschland / Welt Terror in Mali: Blutbad nach Angriffen auf UN-Truppe
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Terror in Mali: Blutbad nach Angriffen auf UN-Truppe
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11:42 15.08.2017
UN-Friedensmission in Mali. Quelle: epd
Bamako/New York

Bei zwei Angriffen auf UN-Stützpunkte im westafrikanischen Mali sind am Montag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Unbekannte Angreifer überfielen am Abend ein Lager in Timbuktu im Nordwesten des Landes, wie die UN-Friedensmission Minusma mitteilte. Bei dem Überfall und der anschließenden Verfolgung der Angreifer starben insgesamt 13 Menschen, unter ihnen fünf malische Wachtposten, ein Polizist und ein Zivilist.

Zweiter Angriff in Douentza

Sechs Angreifer wurden bei der anschließenden Verfolgung getötet, bei der auch Hubschrauber eingesetzt wurden. Sieben Personen seien bei diesem Überfall verletzt worden, unter ihnen auch mehrere UN-Soldaten. Schon am frühen Montagmorgen waren vier Menschen bei einem Überfall auf einen UN-Stützpunkt in Douentza ums Leben gekommen.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacken und betonte in einer in New York verbreiteten Erklärung, dass Angriffe auf UN-Friedenstruppen nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelten könnten. Minusma-Befehlshaber Mahamat Saleh Annadif ächtete die Angriffe als „abscheuliche Verbrechen“. Zunächst bekannte sich niemand zu den Attacken.

Gefährliche Friedensmission

In Mali kommt es immer wieder zu Angriffen auf Blauhelme. Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Agmi) und andere extremistische Gruppen sind vor allem im Norden des krisengeschüttelten Landes aktiv. Der Blauhelm-Einsatz in Mali ist derzeit eine der gefährlichsten UN-Missionen weltweit. Mehr als 15 000 UN-Soldaten und Polizisten bemühen sich um eine Stabilisierung des Landes, darunter 875 Bundeswehrsoldaten. Diese sind in der nordöstlichen Stadt Gao stationiert. Ende Juli waren zwei deutsche Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen.

Erst am Sonntag waren im Nachbarland Burkina Faso bei einem bewaffneten Überfall auf ein Restaurant in der Hauptstadt Ouagadougou mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.

Von dpa/RND

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