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Im Streit um Mittliardenprojekt

„Stuttgart 21“-Gegner und Befürworter treffen sich zu Sondierungsgespräch

Erstmals haben sich Gegner und Befürworter zu einem Sondierungsgespräch zum Thema „Stuttgart 21“ getroffen. Das umstrittene Bahnprojekt sieht eine Umgestaltung des Hauptbahnhofs vom Kopf- zum unterirdischen Durchgangsbahnhof vor.
Gegner des milliardenschweren Bahnprojekts: Peter Conradi (v.l.), Gangolf Stocker und Werner Wölfle.

Gegner des milliardenschweren Bahnprojekts: Peter Conradi (v.l.), Gangolf Stocker und Werner Wölfle.

© dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und Bahnchef Rüdiger Grube lehnen einen Baustopp des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 weiter kategorisch ab. „Meine Hand ist ausgestreckt bei der Ausgestaltung des Projekts“, sagte Mappus am Freitag bei der Präsentation der beiden neuen Projektsprecher in Stuttgart. „Aber einen Baustopp wird es nicht geben.“ Als möglichen Diskussionsstoff mit den Gegnern nannte Mappus die Gestaltung der Innenstadt.
Auch Grube betonte: „Es wird keinen Baustopp geben. Ich kann meine Arbeit nicht von der Landespolitik oder Landtagswahlen abhängig machen.“ Mappus erklärte mit Blick auf die zeitgleich laufenden Sondierungsgespräche mit den Gegnern des Milliardenprojekts: Wenn das einzige Ziel bei den Gesprächen sei, Stuttgart 21 zu stoppen, dann sei der Dialog hinfällig.
Die neuen Sprecher des Bahnprojekts sind der ehemalige Stuttgarter Regierungspräsident Udo Andriof (CDU) und der Leonberger IT- Unternehmer Wolfgang Dietrich. Beide werden wie ihr Vorgänger, der SPD-Politiker Wolfgang Drexler, ehrenamtlich arbeiten. Drexler hatte vor wenigen Tagen das Handtuch geworfen, weil seine Partei für einen sofortigen Baustopp von Stuttgart 21 ist.

Eine Doppelspitze soll künftig das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ in der Öffentlichkeit vertreten. Der ehemalige Stuttgarter Regierungspräsident Udo Andriof (CDU) und der Unternehmensberater Wolfgang Dietrich werden Nachfolger des SPD-Politikers Wolfgang Drexler als Sprecher für „Stuttgart 21“ und die ICE-Neubaustrecke nach Ulm. Dies gaben Ministerpräsident Stefan Mappus, Landesverkehrsministerin Tanja Gönner (beide CDU), Bahnchef Rüdiger Grube und Regionalpräsident Thomas Bopp am Freitag in Stuttgart bekannt. Drexler war nach einem Jahr als Leiter des Kommunikationsbüros zurückgetreten.

Ziel des Sondierungsgesprächs ist laut Brock, die aufgeladene Debatte zu versachlichen. In dem Gespräch soll geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen ein Dialog zwischen beiden Seiten möglich ist.

Das Infrastrukturprojekt „Stuttgart 21“ sieht eine Umgestaltung des Hauptbahnhofs vom Kopf- zum unterirdischen Durchgangsbahnhof vor. Das Projekt soll rund vier Milliarden Euro kosten und bis 2019 gebaut werden.

ap


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