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Deutschland / Welt Stormy Daniels will Trump zum Rücktritt zwingen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Stormy Daniels will Trump zum Rücktritt zwingen
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16:55 07.05.2018
Stefanie Clifford aka Stormy Daniels weiß sich in der Öffentlichkeit in Szene zu setzen. Quelle: imago
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Washington

Am Dienstag erwartet das amerikanische „Penthouse“ ein Bombengeschäft. Auf der Titelseite des Männermagazins wird Stefanie Clifford, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Stormy Daniels, zu sehen sein.

Mit ihren pikanten Aussagen will sie zu einem weiteren Schlag gegen den US-Präsidenten ausholen.

Noch vor Monaten wurde Clifford in Washingtoner Politikkreisen als Pornodarstellerin abgetan, mittlerweile erkennen sowohl Republikaner als auch Demokraten, dass sich die 39-Jährige zur stärksten Persönlichkeit der Opposition entwickelt.

TV-Interview sorgt für neuen Wirbel

Längst geht es nicht mehr allein um die kurzzeitige Affäre, die Trump unmittelbar nach der Geburt seines Sohnes 2006 mit der Geschäftsfrau unterhalten haben soll. Vielmehr braut sich für den Chef des Weißen Hauses eine komplizierte juristische Konstellation zusammen, die nach US-Recht äußerst streng geahndet werden kann.

Zur allgemeinen Verwunderung kam sein neu angeheuerter Anwalt Rudy Giuliani vergangene Woche in einem TV-Interview so sehr ins Plaudern, dass er in aller Öffentlichkeit bestätigte, dass Trump von der Schweigegeld-Zahlung seines damaligen Anwalt Michael Cohen frühzeitig wusste und dieses Geld auch - privat - zurückerstattete.

Wutanfall im Weißen Haus

Nur wenige Wochen zuvor hatte Trump eben diese Behauptungen strikt zurückgewiesen. Giuliani, der bereits vor 20 Jahren als Bürgermeister von New York einen engen Draht zu dem Immobilienmogul Trump unterhielt, erwies damit seinem langjährigen Freund einen Bärendienst.

Rudy Giuliani hat Trump mit seinem TV-Interview stark in Bedrängnis gebracht. Quelle: AP

Der Spielraum des Präsidenten wird in der sogenannten Stormy-Affäre - benannt nach Cliffords Künstlername - immer enger.

Nach vertraulicher Informationen mehreren Mitarbeiter der Regierungszentrale soll der 71-Jährige einen regelrechten Wutanfall erlebt haben, als bekannt wurde, dass nicht nur sämtliche Wohnungen und Büros seines langjährigen Privatanwalts von der Bundespolizei FBI durchsucht wurden, sondern Cohen zuvor auch wochenlang abgehört wurde.

Schweigegeld eine illegale Wahlkampfspende?

Mittlerweile ist in Washington denn auch die Rede davon, Cohen könnte demnächst gegen den Regierungschef aussagen - um selbst einer Haftstrafe zu entgehen.

Sein Problem: Offenbar zahlte er im Oktober 2016 umgerechnet 109 000 Euro an Clifford, damit sie sich nicht weiter zu der vermuteten Affäre äußert. Eine Summe, die aus Sicht einiger Juristen einer illegalen Wahlkampfspende gleichkommt.

Für Trump soll wahrhaftig „ein Sturm aufziehen“

Eine ungeheure Brisanz erhält die Affäre allerdings nicht nur wegen der nun bestätigten Schweigegeldzahlung, sondern auch wegen Cliffords Behauptung, ein Unbekannter habe ihr und ihrer kleinen Tochter in einer Tiefgarage Gewalt angedroht, sollte sie gegen das „Abkommen“ verstoßen.

Sechs Monate vor den Zwischenwahlen zum Kongress (Midterm Election) ist das politische Washington denn auch wie gebannt von der Auseinandersetzung, zumal sich Clifford gekonnt in Szene zu setzen weiß.

Unter großem Applaus trat die langjährige Filmregisseurin am Wochenende in der Comedy-Show „Saturday Night Live“ auf und forderte eine ‚Abdankung’ des Präsidenten. Mit Blick auf ihren Künstlernamen sagte sie lächelnd: „Ein Sturm zieht auf.“

Von Stefan Koch/RND

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