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Deutschland / Welt So will die EU die Zahl der Verkehrstoten verringern
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17:02 10.04.2018
Bei der Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten könnte auch das seit dem 31. März für neue Fahrzeugmodelle verpflichtende eCall-System helfen. Quelle: dpa-tmn
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Bürssel

Europas Straßen sind die sichersten der Welt. Trotzdem verloren 25.300 Menschen dort 2017 ihr Leben. Das geht aus der jüngsten Bilanz der Verkehrsopfer hervor, die die dafür zuständige Kommissarin Violeta Bulc am Dienstag in Brüssel vorstellte: „Noch mehr erlitten Verletzungen, die ihr ganzes Leben veränderten. Hinter diesen Zahlen verbergen sich viele leid- und schmerzvolle Geschichten“, mahnte sie.

Das Ziel, wonach die EU die Zahl der Verkehrsopfer zwischen 2010 und 2020 halbieren will, liegt noch in weiter Ferne. Im Vergleich zu 2016 verloren zwar 300 Menschen weniger ihr Leben im Verkehr, doch gegenüber 2010 beträgt der Rückgang bislang nur 20 Prozent. „Ich glaube, dass die EU noch mehr tun kann, um die Europäer besser zu schützen“, appellierte Bulc an die Mitgliedstaaten.

Der wirtschaftliche Schaden könnte bis zu hundert Milliarden Euro betragen

Derzeit arbeitet die EU-Behörde an einer Strategie ab 2020, wie die Straßenverkehrssicherheit weiter verbessert werden kann. „Eine Reihe konkreter Maßnahmen“ sei darin vorgesehen, kündigte die Kommission gestern an.

Geplant sei unter anderem, die „europäischen Vorschriften für die Fahrzeugsicherheit und das Sicherheitsmanagement von Infrastrukturen“ zu überarbeiten sowie „eine Initiative für den sicheren Übergang zu einer kooperativen, vernetzten und autonomen Mobilität“ zu starten, hieß es dazu lediglich.

Schon im vergangenen Frühjahr verabschiedeten die Verkehrsminister eine gemeinsame Erklärung für eine verbesserte Sicherheit auf Europas Straßen. Darin monierten die Ressortchefs auch die wirtschaftlichen Schaden schwerer und tödlicher Unfälle, die sie auf jährlich hundert Milliarden Euro schätzten.

Fußwege sollen stärker bei der Verkehrsplanung berücksichtigt werden

Besonders Verkehrsunglücke mit Fußgängern und Radfahrern endeten demnach oft tödlich. Zu schnelles oder Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gehörten zu den häufigsten Gründen für solche Unfälle.

Weil viele Radfahrer sich nicht entsprechend schützen, etwa indem sie einen Helm tragen, endeten viele Kollisionen oft noch schlimmer als mit Sicherheitsausrüstung, erklärten die Minister damals.

Auch deshalb sollten Fuß- und Radwege bei der künftigen Verkehrsplanung stärker berücksichtigt werden, hieß es in der Erklärung der Minister. Zudem sprachen sie sich dafür aus, mehr Verkehrsbereiche mit Tempolimits einzurichten – wie etwa Tempo-30-Zonen in der Nähe von Spielplätzen, Kindergärten und Schulen.

Das Notfallsystem eCall könnte erst in zehn Jahren flächendeckend verbreitet sein

Bei der Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten könnte auch das seit dem 31. März für neue Fahrzeugmodelle verpflichtende eCall-System helfen, das bei einem Unfall automatisch den Notruf auslöst und den Rettungskräften automatisch den genauen Standort übermittelt. Der Bund Deutscher Versicherer geht jedoch davon aus, dass es mindestens ein Jahrzehnt dauern wird, bis das Notfallsystem flächendeckend allein in Deutschland verbreitet sein wird.

In Deutschland ist die Zahl der Verkehrstoten seit 2010 übrigens kaum zurückgegangen. Damals starben 45 Menschen je Million Einwohner bei Straßenunfällen, im vergangenen Jahr waren es 38. Am sichersten war dagegen das Wegenetz Schwedens, wo 2017 25 Verkehrsteilnehmer pro Million Einwohner starben. In Bulgarien (96) und Rumänien (98) blieben diese hingegen am stärksten gefährdet.

Von Mirjam Moll/RND

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