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Sigmar Gabriel: „Die Welt steht am Abgrund“

Münchner Sicherheitskonferenz Sigmar Gabriel: „Die Welt steht am Abgrund“

In seiner Rede auf der Sicherheitskonferenz in München blickt Sigmar Gabriel düster auf den Jahresbeginn zurück. Die Welt stehe derzeit vor einem gefährlichen Abgrund. Vor allem an die USA richtet der Außenminister klare Worte.

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Außenminister Sigmar Gabriel auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Quelle: dpa

München. „Berechenbarkeit und Verlässlichkeit sind derzeit anscheinend die knappsten Güter in der internationalen Politik“, sagte der SPD-Politiker am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Aufgrund jüngster internationaler Entwicklungen sieht Gabriel die Welt zu Beginn des Jahres an einem gefährlichen Abgrund.

Der Syrien-Konflikt bewege sich nach sechs blutigen Jahren als Bürger- und Stellvertreterkonflikt in eine Richtung, „die akute Kriegsgefahr selbst für unsere engen Partner“ bedeute. Zudem könne der olympische Frieden die „brandgefährliche Eskalation rund um das nordkoreanische Atomrüsten“ vorerst nur bremsen. Auch mahnte er vor aufflammendem Protektionismus und Nationalismus.

Gabriel appelliert an die USA

Der Außenminister wandte sich vor diesem Hintergrund an die Vereinigten Staaten: „Wir sind uns nicht mehr sicher, ob wir unser Amerika noch wiedererkennen. Sind es Taten, sind es Worte, sind es Tweets, an denen wir Amerika messen müssen?“ fragte Gabriel.

China und Russland stellten die liberale, westliche Ordnung infrage. Die USA müssten deshalb ein Interesse an einer engen Partnerschaft mit Europa haben. „Niemand sollte versuchen, die Europäische Union zu spalten, nicht Russland, nicht China, aber auch nicht die Vereinigten Staaten“, sagte der SPD-Politiker.

Für die Regierung von Donald Trump sollte am Mittag sein sicherheitspolitischer Berater Herbert Raymond McMaster in München sprechen. Von ihm erhofft sich die Konferenz Antworten auf vielerlei Fragen, welche Ziele Trump außenpolitisch verfolgt. Für Russland tritt Außenminister Sergej Lawrow auf.

Von RND/dpa

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