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Deutschland / Welt Schulz gegen Merkel – die Spannung steigt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Schulz gegen Merkel – die Spannung steigt
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13:00 02.09.2017
Am Sonntagabend ist es soweit. Dann begegnen sich Kanzlerin Angela Merkel und Kanzlerkandidat Martin Schulz zum ersten und einzigen Mal in einem TV-Duell. Quelle: dpa
Berlin

Hat Martin Schulz noch eine Chance, den gewaltigen Umfragen-Rückstand gegenüber der Regierungschefin wettzumachen. Oder wird die Kanzlerin die rund sieben Millionen Wähler, die sich laut einer Umfrage vom Ergebnis des TV-Duells in ihrer Wahlentscheidung beeinflussen lassen, mehrheitlich für sich gewinnen können?

Nach einem bisher eher betulichen Wahlkampf fiebern alle Politikinteressierten jedenfalls dem Fernseh-Show-down zwischen Amtsinhaberin und Herausforderer entgegen. Auf den Onlineseiten Ihrer Zeitung können Sie das TV-Duell auf ganz spezielle Weise verfolgen. Wir berichten per Ticker live ab etwa 19 Uhr – und wir haben zwei kompetente Experten zu Gast, die das Aufeinandertreffen von Angela Merkel und Martin Schulz kommentieren werden: den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Torsten Albig (SPD), und den ehemaligen Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust (CDU). Sie werden die Debatte im Hauptstadtbüro des RND verfolgen und kommentieren.

Torsten Albig (25. Mai 1963) war von 2012 bis zum 28. Juni 2017 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Bei der Landtagswahl 2017 verlor die SPD 3,2 Prozent der Zweitstimmen und erreichte nur 27,2 Prozent. Zuvor war der Jurist drei Jahre lang Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel. Für den Sozialdemokraten ist das TV-Duell der erste mediale Auftritt, seitdem er sich nach der Landtagswahl 2017 aus der Politik zurückgezogen hatte. Bevor er das Amt des Oberbürgermeisters von Kiel übernahm, war Albig u.a. ab 1998 Leiter des Referates Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Finanzministeriums in Berlin. 2001 wechselte er in die Wirtschaft und wurde Konzernsprecher sowie Leiter der Presseabteilung der Dresdner Bank AG. Die Rückkehr in die Politik folgte ein Jahr später. Albig übernahm zahlreiche Verwaltungsposten in Kiel. Zu Beginn des Jahres 2006 wechselte er wieder ins Bundesfinanzministerium, war dort bis Ende Mai 2009 Sprecher des SPD-Bundesfinanzministers Peer Steinbrück. Für Aufsehen sorgte er 2015, als er bezweifelte, dass für mögliche SPD-Kandidaten im nächsten Wahlkampf „die Bezeichnung Kanzlerkandidat noch richtig ist“. Mit Blick auf Angela Merkel ergänzte er: „Ich glaube, sie macht das ganz ausgezeichnet – sie ist eine gute Kanzlerin.

Torsten Albig im März 2017 bei einer Wahlkampfveranstaltung in Lübeck. Quelle: imago

Ole von Beust (13. April 1955) war beinahe neun Jahre lang Erster Bürgermeister in Hamburg. Auch er ist Jurist. Für Aufregung sorgte zu Beginn seiner ersten Amtszeit die Personalie Ronald Schill. 2001 holte von Beust den Rechtspopulisten und dessen Partei Rechtsstaatlicher Offensive (PRO) in die Regierung, obwohl die CDU bei den Bürgerschaftswahlen mit 26,2 Prozent nur auf dem zweiten Platz gelandet und die SPD mit 36,5 Prozent stärkste Fraktion geworden war. Mit dem Eintritt der Schill-Partei, die 19,4 Prozent der Stimmen geholt hatte, und der FDP in den Senat löste von Beust die SPD nach 44 Jahren an der Regierung ab. Als Schill zwei Jahre später von Beust mit persönlichen Dingen zu erpressen versuchte, entließ er „Richter Gnadenlos“, löste später die Regierungskoalition auf und gewann die folgenden Wahlen im Februar 2004 mit Absoluter Mehrheit. In seiner dritten Amtszeit koalierte er mit der Grün-Alternativen Liste und setzte sich auch bundesweit für schwarz-grüne Bündnisse ein. Am 18. Juli 2010 trat Ole von Beust überraschend vom Amt des Ersten Bürgermeisters zurück. Später nannte er persönliche Gründe dafür und arbeitete wieder als Anwalt und Berater. Von Beust galt in der CDU stets als kritischer und unabhängiger Geist.

Ole von Beust 2016 vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zur HSH Nordbank. Quelle: dpa

Was unsere beiden Experten zu sagen haben, lesen Sie online bei uns ab etwa 19 Uhr. Das TV-Duell im Fernsehen beginnt um 20.15 Uhr und wird zeitgleich in ARD, ZDF, SAT.1 und RTL übertragen. Es moderieren Sandra Maischberger, Maybrit Illner, Claus Strunz und Peter Kloeppel.

Von RND/dk

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