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Deutschland / Welt Scaramucci geht Trump hart an
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Scaramucci geht Trump hart an
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11:42 14.08.2017
Gefeuert und weiterhin laut: Anthony Scaramucci.   Quelle: dpa
New York

 Anthony Scaramucci war nur zehn Tage im Amt. Dann überwarf sich der Kommunikationschef des Weißen Hauses mit dem US-Präsidenten. In seinem ersten Interview nach seinem Rauswurf hatte Scaramucci nun wenig freundliche Wort für Trump und seinen Berater Steve Bannon übrig.

Der Präsident sei dem Berater Bannon viel zu sehr hörig, sagte Scaramucci dem Sender ABC. Die Folge sei, dass die Trump Administration weit rechts außen stehe, anstatt sich in die politische Mitte hin zu orientieren. Man spüre im Weißen Haus den Einfluss Bannons, sagte Scaramucci. „Wenn der Präsident wirklich die Agenda durchsetzen möchte, die so vielversprechend für das amerikanische Volk scheint, dann muss er sich von diesem Bannon-Unsinn trennen.“ Trump müsse dringend moderate Senatoren der Republikaner umwerben, um Rückhalt für seine Reformen zu finden.

So ganz hat Scaramucci aber die Hoffnung in Trump nicht aufgegeben. Der könnte sich bald von dem Chef-Ideologen Bannon trennen. „Der Präsident weiß, was er zu tun hat“, sagte Scaramucci. „Am Ende des Tages weiß der Präsident wer die Informanten im Weißen Haus sind.“ Trump habe „einen sehr guten Sinn für Leute, die seine Agenda untergraben“, deutet Scaramucci in Richtung Bannon an.

Scaramucci kritisiert Trumps Reaktion auf den Anschlag

Wie schädlich der Einfluss Bannons auf den Präsidenten sei, könne man an der Reaktion Trumps auf den Anschlag in Charlottesville sehen, so Scaramucci im Interview. Er kritisierte die vage Äußerungen des Präsidenten. „Ich hätte ihm dieses Statement nicht empfohlen“, sagte der Ex-Kommunikationschef am Sonntag dem US-Sender ABC News. „Er hätte viel härter sein sollen im Umgang mit den weißen Rassisten“. Der Angriff sei Terrorismus gewesen, so Scaramucci weiter.

Bannons Toleranz für weißen Nationalismus und Suprematismus sei unverzeihlich, von diesem „Nonsens“ solle sich der Präsident verabschieden.

Von RND/sos/dpa