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Deutschland / Welt SPD-Spitzenkandidat Schäfer-Gümbel lässt eigene Zukunft offen
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07:49 29.10.2018
Der Spitzenkandidat der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel Quelle: Oliver Dietze/dpa-Pool/dpa
Frankfurt/Main

Nach der schweren Schlappe der SPD bei der hessischen Landtagswahl hat Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel seine politische Zukunft weiter offen gelassen. „Wir werden heute Abend darüber reden, welche Konsequenzen wir ziehen“, sagte er am Montagmorgen dem Radiosender hr-info. Man habe eine „wirklich bittere Niederlage“ erlitten - „eine Niederlage, die unfassbar auch am heutigen Morgen ist“, sagte Schäfer-Gümbel. Die SPD habe im Wahlkampf die Themen gesetzt, wenn über Landespolitik geredet worden sei. „Und dennoch haben wir diese Wahl um Platz eins drastisch verloren, wegen des Bundestrends.“

CDU und Sozialdemokraten hatten bei der Wahl am Sonntag nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis herbe Verluste hinnehmen müssen. Dank des starken Abschneidens der Grünen kommt Schwarz-Grün aber auf eine hauchdünne Mehrheit von einem Sitz im künftigen Landtag in Wiesbaden. Andere Bündnisse mit ebenso knapper Mehrheit sind auch möglich - beispielsweise eine Ampel aus Grünen, SPD und FDP oder ein schwarz-rotes Bündnis aus CDU und SPD.

Mit Blick auf eine mögliche Koalition sagte Schäfer-Gümbel dem Radiosender: „Klar ist, dass nach dieser schweren Niederlage erst einmal der Ball nicht bei uns im Spielfeld liegt.“ Eine Ampel sei „eine interessante Alternative“. „Ob das überhaupt eine denkbare Option ist, werden sicherlich Beratungen am heutigen Tage bringen. Wir werden uns Gesprächen grundsätzlich nicht entziehen.“ Er sei allerdings skeptisch, wie zielführend die seien. „Und was am Ende ganz sicherlich nicht passiert, ist, dass sich die Union dann nach langwierigsten Gesprächen aussucht, mit wem sie es möglicherweise besser kann.“

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