Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt Reizt die Kirchen nicht zum Widerspruch!
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Reizt die Kirchen nicht zum Widerspruch!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:02 02.06.2018
Der Herr des Kreuzerlasses: Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident. Quelle: dpa
Anzeige
Hamburg

Ein Kreuz in jeder Amtsstube? Als Katholik fühle ich mich da nicht wohl. Es gefällt mir nicht, wenn das Kreuz ins Zwielicht gerät. Wenn es als Totschlagargument dient, dass Christen die Partei wählen müssen, die dafür eintritt. Wir müssen uns als Christen davor hüten, uns missbrauchen zu lassen.

Wir alle wissen, dass die CSU in Bayern vor einer wichtigen Landtagswahl steht. Doch wenn – seit Freitag – in jeder bayerischen Behörde ein Kreuz zu hängen hat, dann werden religiöse Traditionen mit politischen Interessen vermischt. Als Kirchen kämpfen wir für unsere Feiertage und für die Sichtbarkeit unserer Symbole in der Öffentlichkeit. Das Kreuz steht für eine Tradition der Toleranz. Vorsicht, wenn es auf dem Verordnungsweg durchgesetzt werden soll! Es kann dann auch als Symbol des Ausschließens verstanden werden.

Auch angesichts einer gewissen Ideologisierung, die wir im Religiösen erleben, in der Auseinandersetzung etwa mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und anderen zwielichtigen Gestalten, möchte ich sagen: Rührt nicht daran! Rührt nicht an das, was für die Mehrheit selbstverständlich ist, und reizt die Menschen nicht unnötig, reizt auch nicht die Kirchen zum Widerspruch. Ich möchte nicht von einem Politiker im Wahlkampf hören, dass er mit dem Kreuz Stimmung machen kann, um radikale Kräfte abzudrängen. Das ist eine verquere Logik. Als Kirchen wollen wir religiösen Respekt bei den Menschen sehen und wecken, unsere religiöse Kultur gehört zu unserem europäischen Erbe, und die meisten Menschen finden das gut. Aber es ist nicht gut, wenn wir damit Politik verbinden. Das nützt niemandem.

Hans-Jochen Jaschke ist emeritierter Weihbischof in Hamburg.

Von Hans-Jochen Jaschke

Jeden Tag sterben drei Menschen, weil sie kein passendes Spenderorgan bekommen haben. Dabei ist die Bereitschaft der Deutschen zu spenden sehr hoch – zumindest theoretisch. Eine grundsätzliche Änderung im Transplantationsgesetz könnte viele Leben retten. Ein Kommentar zum Tag der Organspende.

02.06.2018

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker beklagt eine schwindende Zuneigung der Europäer zueinander. Sie hätten verlernt, einander zu mögen, sagt er im RND-Interview. Ganz andere Töne schlägt der Luxemburger allerdings gegenüber Amerikanern und Chinesen an.

02.06.2018

Trump hat mit großem Getöse Zölle auf Stahl und Aluminium angekündigt. Doch die US-Wirtschaft sei nun mal auf Importe angewiesen, erklärt die Geschäftsführerin der amerikanischen Handelskammer in Deutschland. Sie hat Hoffnung auf einen gütlichen Deal zwischen den USA und der EU.

02.06.2018
Anzeige