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Deutschland / Welt Reaktionen auf Sellerings Rücktritt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Reaktionen auf Sellerings Rücktritt
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16:17 30.05.2017
Erwin Sellering im November 2016 in Schwerin vor dem Landeswappen. Sein Rücktritt aus Krankheitsgründen ruft in der deutschen Politik Betroffenheit hervor. Quelle: dpa
Schwerin

SPD-Kanzlerkandidat und Parteichef Martin Schulz nannte Sellering in einem ersten Statement „einen außergewöhnlichen Menschen mit einer außergewöhnlichen Nähe zu den Bürgern Mecklenburg-Vorpommerns“. Auch abseits der Politik sei er mit Sellering befreundet. „Wir drücken ihm jetzt die Daumen, dass der schwere Kampf, den er aufgenommen hat, erfolgreich sein wird.“

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Schweriner Landtag, Simone Oldenburg, dankte Sellering für sein Wirken und die Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren. „Wir wünschen ihm viel Kraft für den Weg, der vor ihm liegt, und baldige Genesung“, sagte Oldenburg am Dienstag.

SPD-Vize Ralf Stegner sprach Sellering „großen Dank und Anerkennung“ aus. „Erwin Sellering hat als Ministerpräsident für Mecklenburg-Vorpommern viel Gutes erreicht“, sagte Stegner am Dienstag in Kiel. Das so plötzliche Ende seiner Amtszeit bedauere er sehr. „Mit seiner unaufgeregten hanseatischen Art habe ich Erwin Sellering als Partner im Norden sehr geschätzt.“ Stegner wünschte ihm eine vollständige Genesung und viel Kraft und Unterstützung für die kommende Zeit.

Weitere Reaktionen zu Sellerings Rücktritt

Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich habe großen Respekt vor Erwin Sellerings Entscheidung. Ich wünsche ihm und seiner Familie Kraft für die kommenden Monate.“

Grünen-Chef Cem Özdemir: „Darauf achten, was wirklich wichtig ist. Respekt vor diesem Schritt. Ich wünsche Ihnen baldige Genesung und viel Kraft, Erwin Sellering.“

Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU): „Ich zolle Erwin Sellering großen Respekt für diesen schweren Schritt.“

Die katholischen Erzbischöfe von Berlin und Hamburg, Heiner Koch und Stefan Heße: „Wir sind Ministerpräsident Sellering dankbar für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle des Landes und seiner Menschen. Seine konstruktive und sachliche Art schätzen wir sehr.“

Auch Grüne und FDP in Mecklenburg-Vorpommern wünschten Sellering eine baldige Genesung.

Linke sieht Chance für politischen Neuanfang in MV

Bundesratspräsidentin Malu Dreyer (SPD) zeigte sich bestürzt über den Rücktritt. „Mit Erwin Sellering verlieren wir im Kreise der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen einen klugen, erfahrenen und vertrauensvollen Kollegen“, erklärte die rheinland-pfälzische Regierungschefin am Dienstag in Mainz. Sie wünsche ihm „alle Kraft für den Kampf gegen den Krebs“.

Sellering hatte wegen einer Krebserkrankung angekündigt, von all seinen Ämtern zurückzutreten. Er schlug Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Nachfolgerin sowohl für das Amt des Regierungs- als auch des SPD-Landeschefs vor.

Die Linke sieht offenbar mit Manuela Schwesig die Möglichkeit, einen wirklichen politischen Neuanfang im Nordosten zu wagen, hieß es am Dienstag in einer Erklärung der Landesgeschäftsstelle in Schwerin. Die Landesvorsitzende Heidrun Bluhm erklärte: „Jetzt wird sich zeigen, ob Frau Schwesig in Berlin all ihre Wahlversprechen zur Bundestagswahl ernst meint, denn in Mecklenburg–Vorpommern könnte sie diese mit uns garantiert umsetzen. Wir stehen jederzeit zu Gesprächen bereit.“

Von RND/dpa