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Deutschland / Welt Polizei durchsucht Wohnungen von Rechtsextremisten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Polizei durchsucht Wohnungen von Rechtsextremisten
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12:52 28.02.2017
Bei einer Razzia gegen Rechtsextremisten stellte die Polizei Stichwerkzeuge und Datenträger sicher. (Symbolbild) Quelle: dpa
Göttingen/Erfurt

Die Polizei ist am Dienstag mit Razzien gegen Rechtsextremisten in Niedersachsen und Thüringen vorgegangen. Sie stehen im Verdacht, eine bewaffnete Gruppe gebildet zu haben. Ermittelt wird gegen sechs Personen, die dem sogenannten „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ zugerechnet werden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Göttingen heißt.

Razzien im Raum Göttingen und in Eichsfeld

Am frühen Morgen wurden zeitgleich sechs Objekte im Raum Göttingen sowie im nordthüringischen Eichsfeld durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Göttingen mitteilte. Festgenommen wurde niemand. Es wurden aber Schlag- und Stichwerkzeuge, darunter verbotene Gegenstände, sowie Datenträger wie Handys und Laptops sichergestellt.

Der fremden- und ausländerfeindliche „Freundeskreis“, der seit Mitte vergangenen Jahres vom Verfassungsschutz beobachtet wird, hält seit 2015 in der Region regelmäßig sogenannte Mahnwachen ab.

Rassistische und völkische Ausrichtung

„Diese Gruppe von Nazis tritt immer wieder aggressiv und martialisch auf“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Führende Mitglieder bezeichneten sich wie selbstverständlich als Nationalsozialisten. „Es gibt eine klar rassistische und völkische Ausrichtung.“

Einige Mitglieder schreckten auch vor der Selbstbewaffnung nicht zurück, um die Ziele der Gruppierung durchzusetzen, sagte Pistorius. „Insofern können wir heute von einem Erfolg im Kampf gegen Rechts in unserem Land sprechen.“

Von RND/dpa