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Deutschland / Welt Pjöngjang und Seoul vereinbaren Gespräche
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Pjöngjang und Seoul vereinbaren Gespräche
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07:00 05.01.2018
Der südkoreanische Präsident Moon Jae In spricht auf einer Pressekonferenz. Für den 9. Januar haben Südkorea und Nordkorea ein Treffen einberufen. Quelle: AP
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Seoul/Pjöngjang

Nach einer Wiederaufnahme der Telefonkommunikation zwischen beiden Ländern haben sich Süd- und Nordkorea zu Gesprächen verabredet. Erstmals seit zwei Jahren treffen Diplomaten aus Seoul und Pjöngjang aufeinander. Die Gespräche sollen am 9. Januar im Grenzort Panmunjom stattfinden, teilte das südkoreanische Vereinigungsministerium am Freitag mit. Dabei soll es vor allem um eine Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang gehen. Aber auch eine allgemeine Annäherung beider Länder und die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen dürften diskutiert werden. Wer an den Gesprächen teilnimmt, war zunächst noch nicht bekannt.

Nach der Neujahrsrede des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un hatte Südkorea Gesprächsbereitschaft signalisiert. In seiner Ansprache hatte Kim vorgeschlagen, eine olympische Delegation zu den Spielen vom 9. bis zum 25. Februar in der grenznahen südkoreanischen Provinz Gangwon zu schicken. Außerdem wünschte er dem Süden Erfolg und gutes Gelingen bei der Austragung der Spiele.

Die Regierung in Seoul hatte daraufhin ein Treffen auf hoher Ebene - möglichst mit Vertretern im Minister- oder Vizeministerrang - vorgeschlagen. Nach Angaben Südkoreas stimmte Nordkorea jetzt in einem Schreiben im Namen des Vorsitzenden des Komitees für die friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes, Ri Son Kwon, an Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon dem Vorschlag zu.

„Konfliktentschärfung“ vor den Olympischen Spielen

Einen Tag zuvor hatten US-Präsident Donald Trump und der südkoreanische Präsident Moon Jae In vereinbart, gemeinsame Militärmanöver beider verbündeten Länder wegen der Olympischen Winterspiele zu verschieben.

US-Verteidigungsminister James Mattis sprach von einem Schritt der „Konfliktentschärfung“. Er deutete zugleich an, dass die regulären Frühjahrsmanöver erst kurz nach den Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang beginnen sollen, die im März auf die Olympischen Spiele folgen. Die Manöver lösen regelmäßig Protest aufseiten des isolierten kommunistischen Regimes in Nordkorea aus, das den USA Angriffsvorbereitungen unterstellt. Washington und Seoul bestreiten das.

Nach dem jüngsten Test einer neuen nordkoreanischen Interkontinentalrakete hatte der UN-Sicherheitsrat erst vor Weihnachten die Sanktionen gegen das Land nochmals verschärft. Pjöngjang hatte angegeben, mit der Rakete das gesamte US-Festland erreichen zu können.

Von RND/dpa

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