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Obama: Ich würde Merkel wählen

Abschiedsbesuch des US-Präsidenten Obama: Ich würde Merkel wählen

Barack Obama ist zum letzten Mal als US-Präsident in Deutschland. Er dankt den Deutschen für ihre Unterstützung und appelliert an Europa, für den Erhalt der EU zu kämpfen. Und er kündigt an, dass er als Privatmann wiederkommen will: „Ich war noch nicht auf dem Oktoberfest.“

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama im Kanzleramt.
 

Quelle: TOBIAS SCHWARZ

Berlin.  US-Präsident Barack Obama hat die Länder Europas aufgerufen, sich um den Erhalt der EU zu bemühen. „Ich glaube weiter daran, dass die Europäische Union eine der größten Errungenschaft der Welt ist“, sagte Obama am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. „Man muss diese Errungenschaften kultivieren und dafür kämpfen“, sagte Obama. Der Austritt Großbritanniens solle so geräuschlos und problemlos wie möglich gestaltet werden.

„Wenn ich Deutscher wäre, würde ich sie unterstützen“

Es ist Obamas Abschiedsbesuch in Deutschland. Er nutzte die Gelegenheit, „dem deutschen Volk für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren zu danken“. Er sprach von einer „tiefen Freundschaft und Partnerschaft“. Vor allem dankte der scheidende US-Präsident der Kanzlerin für den deutschen Beitrag im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und im Syrien-Konflikt.

Obama schwärmte erneut von seiner „wunderbaren Freundin“ Merkel. Er hätte sich in den vergangenen Jahren “keine zuverlässigere Partnerin auf der Weltbühne vorstellen können“. Er schätze ihre Integrität, ihre Wahrheitsliebe, ihre Nachdenklichkeit und dass sie „immer ihre Hausaufgaben“ mache. „Wenn ich Deutscher wäre, würde ich sie unterstützen“, sagte Obama im Hinblick auf die Bundestagswahl im nächsten Jahr.

Obama warnt Trump vor „Deals“ mit Russland

Dagegen sprach Merkel deutlich sachlicher über Obama. Sie nannte ihn einen verlässlichen Partner auch in schwierigen Zeiten. Selbst auf Nachfrage von Journalisten sagte sie nur: Sie habe mit Obama gut zusammengearbeitet, deshalb „fällt mir der Abschied natürlich schwer“. Sie schob hinterher: „Wir sind alle Politiker, und Demokratie lebt vom Wechsel.“ Sie strebe an, auch mit Donald Trump gut zusammenzuarbeiten. Allerdings sei ein Wiedersehen mit Obama nicht ausgeschlossen, meinte Merkel. „Wir sind ja nicht aus der Welt, wie man so schön bei uns sagt.“

Der scheidende US-Präsident äußerte sich auch zu seinem Nachfolger. Er warnte Donald Trump vor einer Aufgabe wichtiger Prinzipien im Verhältnis zu Russland. Er hoffe, dass der neue Präsident nicht nur eine realpolitische Position beziehen werde und sage: „Wir machen einfach Deals mit Russland, selbst wenn das jemandem schaden kann oder internationale Normen verletzt oder kleineren Ländern schadet.“ Er hoffe, dass Trump einen konstruktiven Ansatz in den Beziehungen weiterverfolge, aber zugleich bereit sei, deutlich zu machen, wenn unterschiedliche Interessen vorhanden seien.

Obama: „Ich war noch nicht beim Oktoberfest“

Schon vor seiner Abreise nach Europa hatte der US-Präsident Merkel als die „wohl engste internationale Verbündete“ in seiner achtjährigen Amtszeit bezeichnet.  In einem Interview mit der ARD und dem „Spiegel“ drückte er seine hohe Wertschätzung für die Kanzlerin aus: „Sie steht für große Glaubwürdigkeit, und sie ist bereit, für ihre Werte zu kämpfen.“

Am Freitag wird Barack Obama aus Deutschland abreisen. Aber er wolle wiederkommen, nach dem Ende seiner Präsidentschaft. „Es wird nicht mein letzter Besuch sein“, sagte er. „Ich war noch nicht beim Oktoberfest.“

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Von afp/dpa/RND/wer