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Deutschland / Welt Nordkorea bestätigt Test von Wasserstoffbombe
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nordkorea bestätigt Test von Wasserstoffbombe
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10:33 03.09.2017
Quelle: AP
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Seoul

Mit der Bombe könne auch eine neue Interkontinentalrakete (ICBM) des Landes bestückt werden, hieß es in den Staatsmedien weiter. Es wäre der sechste Atomtest Nordkoreas, den ersten hatte das diplomatisch isolierte Land 2006 durchgeführt. Nordkorea hatte auch nach dem Test im Januar des vergangenen Jahres von einem Wasserstoffbombentest gesprochen. Experten hatten die Angaben allerdings stark bezweifelt.

Der neue Test wurde nach Angaben des südkoreanischen Militärs in der Provinz Nord-Hamgyong im Nordosten durchgeführt, wo das Land bereits die früheren Nuklearversuche unternommen hatte. Die Erschütterungen seien künstlich herbeigeführt worden. Das Beben errichte nach chinesischen Messungen eine Stärke von 6,3.

Der neue Test ist eine massive Provokation des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un in den stark gewachsenen Spannungen mit den USA und den Ländern in der Region. US-Präsident Donald Trump hat „militärische Optionen“ nicht ausgeschlossen, um Nordkorea daran zu hindern, sein Atom- und Raketenprogramm weiter zu entwickeln. Auch hatte der US-Präsident mit „Feuer und Wut“ gedroht, was Sorgen vor einem verheerenden bewaffneten Konflikt anfachte.

Atombombe – Wasserstoffbombe

In den 1940er und 1950er Jahren haben vor allem amerikanische Forscher Massenvernichtungswaffen mit bis dahin unbekannter Sprengkraft entwickelt. Diese Technologien nutzt jetzt nach eigenen Angaben auch Nordkorea.

Atombombe: Als ihr wichtigster „Vater“ gilt der Amerikaner Robert Oppenheimer. Die ersten Atombombenabwürfe am 6. und 9. August 1945 auf Hiroshima und Nagasaki beendeten den Zweiten Weltkrieg in Asien. Atomwaffen werden mit radioaktivem Plutonium oder Uran hergestellt. Ihre Zerstörungskraft erhält sie aus der Energie, die bei der Spaltung der Atomkerne freigesetzt wird. Dazu muss das spaltbare Material bei der Zündung mit konventionellem Sprengstoff so zusammengepresst werden, dass eine Kettenreaktion ausgelöst wird. Die Zerstörung erfolgt über Hitze, Druck und radioaktive Strahlung. In kurzer Zeit können Hunderttausende getötet und ganze Landstriche verwüstet werden. Die radioaktive Strahlung verursacht gesundheitliche Langzeitschäden.

Wasserstoffbombe: Die erste Wasserstoffbombe, auch H-Bombe genannt, wurde unter Leitung von Edward Teller in den USA entwickelt und 1952 auf einem Atoll im Pazifik gezündet. Ihre Sprengkraft war rund 800 Mal so groß wie die der ersten Atombombe. Die Wasserstoffbombe setzt Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen frei. Bei dieser Fusion verschmelzen unter anderem die Wasserstoff-Isotope Deuterium und Tritium zu Helium. Zur Zündung des Gemisches sind mehr als 100 Millionen Grad erforderlich. Deshalb enthält eine H-Bombe als Zünder eine Atombombe. Wegen ihrer übergroßen Vernichtungskraft und der unkontrollierbar freigesetzten Strahlung gilt die Wasserstoffbombe bei vielen Militärexperten als kaum noch einsatzbar.

Von RND/dpa/tap

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