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Internet-Kartendienst

Ministerium: 200 000 Bürger
 gegen Google

Der Widerstand gegen Googles 3-D-Bilderdienst Street View wächst offenbar. Inzwischen sollen rund 100 000 E-Mails sowie 50 000 Briefe und Faxe bei Google eingetroffen sein, hieß es am Montag aus Kreisen des Verbraucherschutzministeriums in Berlin.
Der Widerstand gegen den umstrittenen Kartendienst vom US-Konzern Google wächst.

Der Widerstand gegen den umstrittenen Kartendienst vom US-Konzern Google wächst.

© dpa

Insgesamt rechnet das Haus von Ministerin Ilse Aigner (CSU) mit 200 000 Widersprüchen gegen die Veröffentlichung von Hausansichten, die bei dem Konzern eingehen werden. Google hat sich zu den Zahlen noch nicht geäußert.

Die Verbraucherschutzministerin forderte Google auf, die vierwöchige Widerspruchsfrist zu verlängern. Vor allem für Bundesländer, in denen noch Ferien seien, halte sie „eine Verlängerung für zwingend erforderlich“, sagte Aigner nach einem Treffen mit Google-Vertretern in Hamburg. Google hatte vergangene Woche angekündigt, Street View noch dieses Jahr für 20 deutsche Städte zu starten, darunter auch in Hannover. Mit dem Internetdienst ist es möglich Fotos von jedem Haus anzuschauen.

Google hatte versprochen, Mietern und Hausbesitzern von dieser Woche an zu ermöglichen, bis zum 15. September mit einer Internetanwendung Widerspruch gegen die Veröffentlichung ihrer Häuser einzureichen. Bis Montagabend war eine solche Anwendung jedoch noch nicht aktiviert. Widersprüche per Brief oder E-Mail können schon eingereicht werden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel indes wird ihr Wohnhaus bei Street View nicht unkenntlich machen lassen. Sie gehe davon aus, dass „ihr Wohnsitz ohnehin schon oft abgelichtet wurde“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Andere Politiker haben bereits Beschwerde gegen die Veröffentlichung eingelegt.

(mit: dpa)

[Dirk Schmaler]

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