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Deutschland / Welt Der künftige US-Kongress: Jünger, weiblicher, bunter
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Der künftige US-Kongress: Jünger, weiblicher, bunter
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06:53 06.11.2018
Frauen in den USA wollen bei den Midterms verstärkt wählen gehen. Und damit Donald Trump einen Denkzettel verpassen. Quelle: imago/Agencia EFE
New York

Als bekannteste Vertreterin der neuen Generation gilt Alexandria Ocasio-Cortez. Die 29-Jährige hatte sich in den Vorwahlen der Demokratischen Partei in New York überraschend gegen den alteingesessenen Abgeordneten Joe Crowly durchgesetzt und besitzt beste Chancen, am heutigen Dienstag in das Repräsentantenhaus gewählt zu werden. Ocasio-Cortez steht dem überaus populären Senator Bernie Sanders nahe, der sich 2016 einen erbitterten Wettstreit mit Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur geliefert hatte und weiterhin als Führungsfigur des stramm-linken Flügels gilt. Anders als Sanders, der seit Jahrzehnten in der US-Politik aktiv ist und bereits in den achtziger Jahren erste überregionale Bekanntheit als Bürgermeister von Burlington, Vermont, gewonnen hatte, startet Ocasio-Cortez von null auf hundert: Als Aktivistin, die unter anderem gegen den Pipelinebau in North Dakota protestierte, besitzt sie zwar keinerlei Erfahrung als Parlamentarierin, dafür aber einen bemerkenswerten Rückhalt in der New Yorker Wählerschaft.

Mit eher untypischen Karrieren warten auch diverse andere Kandidaten der Demokratischen Partei auf, die nichtsdestotrotz als aussichtsreich gelten. Für Aufsehen sorgt unter anderem Veronica Escobar aus Texas, der aller Voraussicht nach die Wahl zur Abgeordneten gelingen wird. Escobar wäre dann die erste Frau mit lateinamerikanischen Wurzeln, die den „Lone Star State“ im Repräsentantenhaus vertritt. Anders als Ocasio-Cortez zählt Escobar nicht zum linken Flügel ihrer Partei, sondern gilt als gemäßigte Demokratin - wie die breite Mehrheit der potenziellen Neueinsteiger.

Barack Obama als großer Unterstützer

„Die These, dass die Demokratische Partei im Widerstand gegen Donald Trump insgesamt weit nach links rückt und die Aufbruchstimmung allein dem linken Flügel zu verdanken ist, stimmt einfach nicht“, sagt auch Matt Bennet. Der Mitbegründer der Washingtoner Denkfabrik „Third Way“ geht vielmehr davon aus, dass die künftige Fraktion der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus zwar jünger, weiblicher und bunter wird, insgesamt aber dem „mainstream“ verbunden bleibe.

In das Bild der gemäßigten Kandidatinnen passt auch Sylvia Garcia, ebenfalls ein Politikerin mit lateinamerikanischen Wurzeln, die mit 68 Jahren erstmals den Sprung in das Abgeordnetenhaus in Washington wagt. Anders als Escobar oder Ocasio-Cortez verfügt Garcia als erfolgreiche Politikerin im Regionalparlament von Texas über eine langjährige parlamentarische Erfahrung - mit überaus moderaten Positionen.

Zuspruch erhalten all die neuen, jungen und weiblichen Kandidaten nicht zuletzt von Barack Obama. Der frühere Präsident besuchte am Montag unangekündigt die Wahlkampfzentrale von Senator Tim Kain in Fairfax unweit der US-Hauptstadt und hob die Bedeutung der bunten Kandidatenschar hervor: „Wir werden die Welt nicht mit einem Schlag verbessern. Aber wir können uns Schritt für Schritt in die richtige Richtung bewegen.“

Von Stefan Koch/RND

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