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Deutschland / Welt Keine Forschung vom Discounter
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11:00 10.02.2018
Dank des Sponsorings der Stiftung des Lidl-Gründers Dieter Schwarz wächst die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Technischen Universität München von 34 auf 54 Professuren. Quelle: dpa
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München


Es mag für manchen zunächst nach einer guten Nachricht klingen: Die Stiftung des Lidl-Gründers Dieter Schwarz finanziert der Technischen Universität München 20 Professuren. Tatsächlich hat es das in dieser Größenordnung in Deutschland noch nie gegeben. Üblicherweise finanzieren Unternehmen einen oder zwei Lehrstühle, für eine begrenzte Zeit. Hier jedoch läuft die Vereinbarung bis zur Emeritierung, und die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wächst auf einen Schlag von 34 auf 54 Lehrstühle. Das ist eine ganz neue Dimension – und ich befürchte, dass es ein Dammbruch ist. Ich war regelrecht erschrocken, als ich davon hörte.

Die Gefahr besteht darin, dass unabhängige durch abhängige Forschung ersetzt wird. Es wird vielleicht nicht so sein, dass Lidl unmittelbar Einfluss auf den Inhalt der Forschung haben wird. Aber die Stiftung wird zum Beispiel die Ausschreibung maßgeblich mitbestimmen, und auch darüber kann man steuern, wer eine solche Professur bekommt. Es ist zum Beispiel schwer vorstellbar, dass die Lidl-Stiftung einen Wissenschaftler unterstützt, der sich mit den Arbeitsbedingungen bei deutschen Discountern beschäftigt. Die Uni betont, dass die Vereinbarung mit dem Stifter der Forschung alle Freiheiten lasse. Aber diese Vereinbarung ist nirgends veröffentlicht, das ist nicht nachprüfbar. Der Staat muss mit einer angemessenen Ausstattung dafür sorgen, dass die Hochschulen solche Angebote nicht annehmen müssen – und zugleich Transparenz vorschreiben, sodass die genauen Vereinbarungen auch offengelegt werden.

Konstantin Korn ist Student in Marburg und Vorstand beim Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften.

Von Konstantin Korn

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