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Deutschland / Welt Landwirte fordern Hilfszahlungen in Höhe von einer Milliarde Euro
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Landwirte fordern Hilfszahlungen in Höhe von einer Milliarde Euro
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08:20 30.07.2018
Ein Mähdrescher fährt über ein Kornfeld. Am Dienstag beraten Bund und Länder über die Folgen der Hitze für die Landwirtschaft. Quelle: dpa
Bonn/Münster

Der Deutsche Bauernverband hat eine Summe für die benötigte Hilfe im Zuge der dürrebedingten Ernteausfälle genannt. „Eine Milliarde Euro wäre wünschenswert, um die Ausfälle auszugleichen“, sagte der Präsident Joachim Rukwied den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir fordern jetzt Liquiditätshilfen, damit wir Betriebe, deren Ertrag mehr als 30 Prozent unter dem Schnitt der letzten Jahre liegt, direkt unterstützen können.“

Steuererleichterungen und frühzeitige Subventionszahlungen wären nach Ansicht der betroffenen Landwirte erste Schritte, um Verluste durch die anhaltende Dürre zu verkraften. Absprachen könnten bereits bei dem angekündigten Bund-Länder-Treffen und einer Bestandsaufnahme der Schäden gemacht werden.

Vertreter von Bund und Ländern treffen sich am Dienstag in Berlin, um über die Folgen der Hitze und Dürre in vielen Regionen für die Bauern zu beraten. Geplant ist eine Besprechung der Abteilungsleiter des Bundes und der Länder mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme der Witterungsschäden.

Milchbauern müssen Futter zukaufen

„Wir brauchen sowohl kurzfristige als auch langfristige Lösungen, denn in solchen Extremsituationen fragt man sich natürlich unweigerlich, was die nächsten Jahre an Überraschungen mit sich bringen“, sagte Marilena Kipp, die Sprecherin des Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV), der Deutschen Presse-Agentur vor dem Treffen.

Die jährlichen Direktzahlungen der EU müssten früher ausgezahlt werden, damit Liquiditätsengpässe überwunden würden. Von denen seien derzeit vor allem Milchbauern betroffen, die Futter zukaufen müssen. Möglich sei es auch, Flächen, die sich eigentlich erholen sollen, mit sogenannten Zwischenfrüchten zu bestellen. „Diese ökologischen Vorrangflächen für die Beweidung oder Mahd freizugeben, könnte die Situation bei der Futtermittelknappheit zusätzlich entspannen“, sagte Kipp.

Verheerendere Folgen in Ostdeutschland

Im Vergleich zu Regionen im Osten Deutschlands seien die Landwirte bei der Getreideernte in NRW im Schnitt aber mit einem blauen Auge davongekommen. „Die Ernte war auch bei uns nicht gut. Aber sie war nicht so flächendeckend katastrophal wie andernorts“, sagte Berghorn.

In Mecklenburg-Vorpommern etwa hat die Dürre nach Einschätzung des Agrarministeriums zum Teil existenzbedrohende Auswirkungen auf die Landwirtschaftsbetriebe. Für finanzielle Hilfen seien dem Land aber noch die Hände gebunden, sagte Minister Till Backhaus (SPD). Dazu müsse erst das ganze Schadensausmaß vorliegen.

Auch in Sachsen hat die Trockenheit bereits dramatische Auswirkungen, wie der Landesbauernverband mitteilte. Teilweise gab es Noternten mit wenig ausgereiften Körnern. Auf manchen Feldern wurde die Ernte erst gar nicht eingeholt, sondern gleich gehäckselt. Auch bei Mais und Rüben werden Verluste erwartet - mit Folgen für die Versorgung der Tiere.

Von RND/dpa

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