Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt Sportförderung: Kanuten bekommen mehr als Bobsportler und Leichtathleten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Sportförderung: Kanuten bekommen mehr als Bobsportler und Leichtathleten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:02 28.08.2018
Polizeimeister David Storl, Kugelstoßer des Deutschen Leichtathletikverbands (DLV), trainiert auf der Außenanlage des Bundesleistungszentrums Kienbaum. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Die Förderung des deutschen Spitzensports durch die Bundespolizei hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. 2008 wurden 145 Athleten in insgesamt 19 Sportarten mit 6,26 Millionen Euro durch den Bund gefördert. In diesem Jahr sind es 159 Sportler, für die 10,33 Millionen Euro bereitstehen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt.

Danach wird die Liste der geförderten Sportarten von den Kanuten (23 Athleten), dem Bob-Sport und der Leichtathletik (jeweils 15), Biathlon und Skispringen (jeweils 12), Judo (11) sowie Rudern und Rennrodeln (jeweils 10) angeführt.

Viele bleiben nach der Sportkarriere bei der Polizei

Das Bruttoeinkommen der Spitzensportlerinnen und –sportler in der Förderung der Bundespolizei beträgt demnach 1218,99 Euro für Sportler im Status von Beamtenanwärtern. Sportler im Status von Polizeihauptmeistern in der Besoldungsgruppe A 9 bekommen bis 3605,80 Euro. Über die Förderung entscheidet das Bundesinnenministerium nach Beratung mit den Sportverbänden nach Kriterien wie erbrachte und zu erwartende Spitzenleistungen sowie Polizeidienstfähigkeit.

Seit 2008 schlossen 203 Sportler, davon 71 Frauen, an den Bundespolizeisportschulen im bayrischen Bad Endorf und im brandenburgischen Kienbaum eine Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten im mittleren Dienst ab. Nach Ende der Sportkarriere blieben bislang fast 90 Prozent in Diensten der Polizei, heißt es in der Antwort aus dem Bundesinnenministerium.

Den Linken ist die Höhe der Förderung zu wenig

Vor allem das Olympische und paralympische Trainingszentrum in Kienbaum soll stärker an den Ansprüchen des Spitzensports ausgerichtet werden, heißt es. Gleichzeitig räumt das Ministerium ein, dass dort gegenwärtig wegen begrenzter, räumlicher Kapazitäten „immer wieder aufs Neue Problemstellungen bewältigt und einer Lösung zugeführt werden“ müssen.

Der stellvertretende Fraktionschef der Linken im Bundestag, André Hahn, kritisierte gegenüber dem RND, dass die Aufstockungen der Spitzensportförderung deutlich hinter die angeblichen Zusagen gegenüber dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zurückfallen würden. „Da kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier Gelder zurückgehalten werden sollen, um ein gewisses Erpressungspotenzial gegenüber dem DOSB zu haben, sollte dieser bei der Umsetzung der umstrittenen Spitzensportreform nicht so agieren, wie das Innenministerium es will.“

Von Thoralf Cleven/RND

Die GroKo streitet über die Zukunft der Alterssicherung und über den Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), das Rentenniveau bis 2040 stabil zu halten. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert eine längere Lebensarbeitszeit.

28.08.2018

Nach dem Tod eines Mannes beim Stadtfest und Angriffen auf Ausländer bleibt die Lage in Chemnitz angespannt. Bei zwei Protestaktionen muss die Polizei Rechtsextreme und Gegendemonstranten trennen – und unterschätzte die Lage offenbar.

28.08.2018

Das Militär in Myanmar ist lange Zeit grausam gegen das Volk der Rohingya vorgegangen. UN-Menschenrechtsexperten fordern deshalb nun, dass den Verantwortlichen der Prozess gemacht wird. Der Vorwurf: Völkermord.

27.08.2018