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Deutschland / Welt Islamwissenschaftlerin warnt vor wachsendem Antisemitismus durch Migranten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Islamwissenschaftlerin warnt vor wachsendem Antisemitismus durch Migranten
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14:21 08.11.2018
Hände halten die Kippa, die im Mittelpunkt des antisemitischen Angriffs Mitte April in Berlin stand. Getragen hatte die Kopfbedeckung ein junger Israeli, der von einem Syrer angegriffen worden war. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Berlin

Die Gründungsvorsitzende des Liberal-Islamischen Bunds, Lamya Kaddor, warnt anlässlich des 80. Jahrestags der Novemberpogrome 1938 vor wachsendem Antisemitismus in Deutschland durch Migranten. „Wir dürfen das Problem nicht kleinreden, auch wenn es in der Bundesrepublik seit Jahrzehnten einen hartnäckigen und aggressiven Antisemitismus gibt“, sagte die 40-jährige Islamwissenschaftlerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Viele Einwanderer kommen aus Ländern, in denen Antisemitismus kaschiert als angebliche Israelkritik eine Art Staatsräson ist. Die treffen bei uns auf die zweite oder dritte Generation früherer Einwanderer mit einer eher diffusen Judenfeindlichkeit“, so Kaddor.

Appell an Schulen

Sie appellierte, dass sich in Schulen noch stärker als bislang mit Rassismus, Intoleranz und Antisemitismus auseinandergesetzt werden müsse. „Der Nahost-Konflikt macht Debatten im Klassenzimmer, gerade dort, wo mindestens die Hälfte der Schüler einen muslimischen Hintergrund hat, sehr schwer. Lehrer, die das nicht im Blick haben, machen die Erfahrung, dass sie am Ende die Dummen sind“, hat die Expertin beobachtet. „Sie wissen häufig zu wenig über den Konflikt, machen etwa den Fehler, Juden und Israel gleichzusetzen. Aber man kann nicht alle Juden außerhalb und innerhalb Israels für die Politik einer Regierung verantwortlich machen.“

Kinder erfahren nahezu nichts über jüdisches Leben

Kaddor fordert, im Unterricht mehr als den Holocaust zu behandeln. „Kinder und Jugendliche erfahren alles über die Vernichtungsgeschichte und nahezu nichts über jüdisches Leben oder über religiöse Überschneidungen. Das ist aber wichtig, um die eigenen Werte an denen anderer Kulturen oder Religionen abgleichen zu können“, so die muslimische Publizistin.

Von Thoralf Cleven/RND

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