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Deutschland / Welt IS-Terroristen greifen Militär-Basis in Kabul an
Nachrichten Politik Deutschland / Welt IS-Terroristen greifen Militär-Basis in Kabul an
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14:50 29.01.2018
Ziel des Angriffs sei die Basis der 111. Brigade. Die grenzt direkt an die große Marschall-Fahim-Militärakademie. Quelle: dpa
Kabul

Bei einem Angriff von fünf schwer bewaffneten Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf eine Militäreinheit nahe einer großen Militärakademie in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach offiziellen Angaben mindestens fünfzehn Menschen ums Leben gekommen, darunter vier der Angreifer. Zwei hätten sich in die Luft gesprengt, zwei weitere seien erschossen und einer verhaftet worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, am Montagmorgen. Außerdem seien elf afghanische Soldaten ums Leben gekommen und zehn verletzt worden.

Am frühen Morgen waren im Schutz der Dunkelheit fünf schwer bewaffnete Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in ein afghanisches Militärcamp im Westen der Stadt eingedrungen. Die Männer sollen Nachtsichtgeräte getragen haben. Sie überraschten das Lager wohl im Schlaf. Der Angriff endete nach knapp fünf Stunden am frühen Vormittag, sagte Wasiri. Er widersprach Meldungen, dass die große Marschall-Fahim-Militärakademie selbst angegriffen worden sei. Das hatten zuvor unter anderem der Präsidentenpalast, ein in der Gegend lebender Offizier und afghanische Medien berichtet.

Ziel des Angriffs sei die nahe Basis der 111. Brigade gewesen, sagte Wasiri - eine Militäreinheit neben der Akademie. Es wurde nicht unmittelbar klar, ob es sich um eine semantische Unterscheidung handelt, um einen weiteres Versagen von Sicherheitskräften beim Schutz schwer bewachter Einrichtungen zu verschleiern. Erst am Samstag hatte es ein Attentäter der radikalislamischen Taliban in eine der am schwersten bewachten Straßen von Kabul hineingeschafft und mehr als 100 Menschen getötet. Satellitenbilder zeigen die beiden Militärinstallationen sehr nahe beieinander. Sie könnten auf demselben Gelände liegen.

Von AP/dpa/RND

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