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Deutschland / Welt Hardt wirft Trump „fehlerhafte Analysen“ vor
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Hardt wirft Trump „fehlerhafte Analysen“ vor
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05:00 29.05.2017
Jürgen Hardt, Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit. Quelle: dpa/WDR
Berlin

„US-Präsident Trump hat sich im Kreis der G7 mit fehlerhaften Analysen und fortwährender Wahlkampfrhetorik isoliert“, sagte Jürgen Hardt, der auch Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit ist, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Trump ist eine konstruktive Antwort auf die großen Krisen der Zeit schuldig geblieben – damit stellt er den jahrzehntelang unangefochtenen Führungsanspruch Amerikas infrage“, betonte Hardt und setzte hinzu: „Trump hat enttäuscht.“

Zwar seien die USA auch nach den umstrittenen Äußerungen Trumps auf dem Nato- und dem G7-Gipfel in der Außen- und Sicherheitspolitik „nach wie vor ein verlässlicher Partner“, sagte Hardt. „In der Wirtschaftspolitik und bei der Bewältigung des Klimawandels und der Flüchtlingsbewegungen hat sich Trump allerdings in die zweite Reihe zurückgezogen und damit den US-amerikanischen Führungsanspruch ein Stück weit aufgegeben“, sagte Hardt dem RND. Er bezweifle, „dass das Amerika groß macht“.

Als Konsequenz müssten Deutschland, die übrigen G7 und die EU-Partner jetzt zusammenrücken, betonte Hardt. Zudem könnten Bündnisse mit anderen Ländern wie etwa China an Bedeutung gewinnen. „China ist weder eine Demokratie noch eine freie Marktwirtschaft. Wir sollten den Chinesen aber die Chance lassen, sich entsprechend ihrer Größe global einzubringen und sich zum Beispiel mit uns für die Begrenzung der Erderwärmung einzusetzen“, forderte Hardt und fügte hinzu: „Deutsche und Europäer sind gut beraten, keinen Partner für die Zukunft auszuschließen.“

Von RND

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