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Hamas-Chef Hanija ruft zu neuer Intifada auf

Gaza Hamas-Chef Hanija ruft zu neuer Intifada auf

Der Chef der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen, Ismail Hanija, hat zu einem neuen Palästinenseraufstand (Intifada) gegen Israel aufgerufen. Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch Donald Trump komme einer „Kriegserklärung gegen die Palästinenser“ gleich, sagte Hanija in Gaza.

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Geballte Faust: Der Anführer der Terrorgruppe Hamas in Gaza, Ismail Hanija (M.).

Quelle: dpa

Gaza/Ramallah. Am Freitag müsse die „Intifada zur Befreiung Jerusalems“ beginnen, forderte der Chef der bisher im Gazastreifen herrschenden Hamas. Hanija wiederholte damit einen entsprechenden Aufruf zu einer neuen Intifada vom Mittwoch. Er forderte außerdem die palästinensische Autonomiebehörde auf, alle Friedensbemühungen mit Israel einzustellen.

Der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah rechnet nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump hingegen nicht mit einer neuen palästinensischen Gewaltwelle. „Ein Flächenbrand ist nicht zu erwarten“, sagte Marc Frings der dpa. „Dafür haben die Leute ein zu realistisches Verständnis von der aktuellen Lage.“

Im Friedensprozess gebe es gegenwärtig ohnehin keine konstruktiven Ansätze für eine Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern, sagte Frings. Die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump über die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt sei im Alltag der Palästinenser im arabischen Ostteil kaum greifbar. „Sie kommt außerdem von einem Akteur, in den sowieso keiner Vertrauen hat“, sagte Frings.

Die Palästinenser in Ost-Jerusalem fühlten sich sowohl von Israel als auch der Palästinenserbehörde im Westjordanland marginalisiert, es herrsche Resignation. „Israel investiert nicht in den Ostteil der Stadt und die Autonomiebehörde hilft den Palästinensern dort auch nicht“, sagte Frings.

Nach Trumps Ankündigung gebe es einen „kollektiven Unmut“ bei den Palästinensern, sagte Frings. Es gebe Aufrufe zum Widerstand. „Wir werden Bilder bekommen von Demonstrationen, aber es wird nicht darüber hinausgehen, was wir in den letzten Jahren immer mal wieder gesehen haben“, sagte Frings. „Ich glaube nicht, dass es zu einer neuen Gewaltwelle führen wird. Allerdings kann jede Entwicklung hier ihre eigene Dynamik entfalten.“

Von RND/dpa

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