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Deutschland / Welt Gewinner und Verlierer von Trumps Steuerreform
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Gewinner und Verlierer von Trumps Steuerreform
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19:28 27.09.2017
US-Präsident Donald Trump. Quelle: AP
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Washington

Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hat viele Gewinner: Kleinunternehmer, große Konzerne, die Superreichen und möglicherweise auch die Mittelschicht. Um zu beurteilen, wie der Durchschnittsverdiener durch das neue Steuersystem mit drei statt sieben Steuerklassen abschneidet, fehlen in dem Plan aber noch einige Details, die nun der Kongress erarbeiten muss. Die Abgeordneten und Senatoren müssen außerdem einen Weg finden, für diese riesige Steuerentlastung zu bezahlen – vermutlich auf Kosten des Staatsdefizits.

Die Gewinner:

– Konzerne: Der Spitzensatz bei der Körperschaftssteuer soll von 35 auf 20 Prozent gesenkt werden - eine gewaltige Steuererleichterung für viele große Unternehmen.

– Unternehmer: Kleinunternehmer und Firmen, die ihre Steuern über eine Einzelsteuererklärung abrechnen, sollen teilweise ebenfalls deutlich weniger zahlen. Den Spitzensteuersatz für sie will Milliardär Trump von 39,6 auf 25 Prozent senken.

– Die Superreichen: Fallen soll nach Trumps Vorstellungen die Erbschaftssteuer, die bisher nur bei Summen über elf Millionen Dollar von verheirateten Paaren gezahlt werden muss. Ein Erbe von bis zu elf Millionen Dollar ist für ein verheiratetes Paar bereits steuerfrei.

– Internationale Konzerne mit Sitz in den USA: Die Gewinne von US-Konzernen im Ausland sollen nicht mehr besteuert werden. Bisher werden Steuern dann fällig, wenn das Geld in die USA überwiesen wird. Doch es soll eine neue einmalige Steuer geben, deshalb zählen die Konzerne auch zu den Verlieren (siehe unten).

– Vielleicht die Mittelschicht: Weil Trump die Pauschbeträge erhöhen will, die die meisten Amerikaner in ihrer Steuererklärung nutzen, könnte Durchschnittsfamilien am Ende des Jahres mehr steuerfreies Einkommen übrig bleiben. Der Plan sieht vor, dass Einzelpersonen bis zu 12 000 Dollar und verheiratete Paare bis zu 24 000 Dollar absetzen können. Bisher sind es über den Grundfreibetrag und Pauschbeträge 10 350 Dollar.

Wie viel den Amerikanern tatsächlich an steuerfreiem Einkommen bleibt, ist allerdings noch nicht klar, weil in Trumps Plan keine Einkommensgrenzen für die verschiedenen Steuerklassen genannt werden.

Die Verlierer:

– Die Staatsverschuldung: In Trumps Plänen fehlen die Details, um genau zu sagen, welche Auswirkungen sie auf die Staatsfinanzen haben werden. Aber die Steuererleichterungen dürften sicherlich zur wachsenden Staatsverschuldung beitragen. Nach Angaben aus der Trump-Regierung wird das aber vom Wirtschaftswachstum aufgefangen. Einige Experten halten die Konjunkturprognosen der Regierung allerdings für unrealistisch.

– Steuerzahler, die nicht über Pauschbeträge absetzen: Rund 30 Prozent der Steuerzahler in den USA führen die Posten einzeln auf, die sie absetzen. Der Rest verwendet die Pauschbeträge. Einzeln absetzen kann man nach Trumps Plänen nur noch Zahlungen für Hypothekenzinsen und wohltätige Organisationen.

– Internationale Konzerne mit Sitz in den USA: Sie zählen auch zu den Verlierern, weil es eine einmalige Steuer geben soll, wenn Unternehmen im Ausland geschätzt zwei Billionen Dollar Gewinn machen. Einen Steuersatz dafür muss erst noch der Kongress erarbeiten.

Von Stephen Ohlemacher AP/RND

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