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Gauck spricht von "Krieg"

Anschläge in Paris Gauck spricht von "Krieg"

Bundespräsident Joachim Gauck hat nach den Anschlägen in Paris von einem "Krieg" gesprochen. "Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte Gauck am Sonntag in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag in Berlin.

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Gauck am Sonntag im deutschen Bundestag.

Quelle: afp

Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck hat am Volkstrauertag unter dem Eindruck der Attentate von Paris an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert. "Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte er bei der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag in Berlin. Der Anschlag habe Frankreich gegolten, aber auch der offenen Gesellschaft. Die Täter müssten wissen: "Die Gemeinschaft der Demokraten ist stärker als die Internationale des Hasses. Wir beugen unser Haupt vor den Toten, niemals aber beugen wir uns dem Terror."

Bei den Attentaten von Paris waren am Freitag mindestens 129 Menschen getötet worden, darunter ein Deutscher. Mehr als 350 Menschen wurden verletzt. Der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Markus Meckel, sagte vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatte, Krieg und Gewalt seien grauenhafte Gegenwart, in Europa, in der Ostukraine und in Syrien. Wie vor 70 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg seien Millionen Menschen auf der Flucht und suchten Sicherheit und Lebenschancen. "Wir sind herausgefordert und fühlen uns wohl auch ein wenig überfordert. Doch gilt es, diesen oft von Krieg und furchtbarsten Erfahrungen traumatisierten Menschen gerecht zu werden, ihr Leid und ihre Würde ernst zu nehmen." Vor der Gedenkstunde hatten Gauck und Vertreter anderer Verfassungsorgane, des Volksbundes, der Bundeswehr und den Landes Berlin an der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik, der Neuen Wache in Berlin, Kränze niedergelegt. 

dpa

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