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08:02 14.04.2018
Leben sie noch? Lebt nur noch eine? Womöglich haben Skripals Katzen eine neue Identität. Quelle: dpa
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Wenn ein Mensch sich selbst durch Kitzeln zum Kichern bringen kann, dann gilt das in der Psychiatrie als ein Anzeichen für Schizophrenie. Vielleicht wäre diese Diagnostik in der Bewertung mancher politischer Themen auch nicht verkehrt.

Russland wurde vom UN-Sicherheitsrat als Giftmischerland bezichtigt. Der Kampfstoff, mit dem der Ex-Spion Skripal vergiftet wurde, stamme aus einem sowjetischen Labor. Daraufhin las der russische Gesandte in New York aus „Alice im Wunderland“ vor, nach dem Motto, die Beweise seien absurd, das Labor geschlossen, alle Gase längst verflüchtigt. Gleichzeitig fragte das russische Auswärtige Amt bei der britischen Regierung an, wie es den Haustieren des Ex-Spions gehe. Nach Informationen des Geheimdienstes besitze er eine Katze und zwei Meerschweinchen. „Unsere Regierung und die Tierschützer auf der ganzen Welt machen sich Sorgen um die Tiere“, meinte die Pressesprecherin des Amtes.

„Die Nagetiere sind tot, die Katze war so gestresst, dass sie eingeschläfert und eingeäschert werden musste“, klärten die Briten sie auf. Russische Zeitungen kamen daraufhin mit der Schlagzeile „Britische Agenten töten Skripals Katze“. Die Nichte des Spions erzählte, er hätte zwei gehabt, eine Perser- und eine Britisch-Kurzhaar-Katze. Nur letztere sei von den Briten erfasst worden, die Perserkatze sei untergetaucht.

Ich persönlich möchte hoffen, dass beide Katzen in das Zeugenschutzprogramm des MI6 aufgenommen wurden, eine neue Identität und ein neues Leben haben, vielleicht bei Alice im Wunderland, wo sie als Grinsekatzen im Schichtwechsel und auf Honorarbasis gut über die Runden kommen.

Wladimir Kaminer ist gebürtiger Moskauer und Autor in Berlin.

Von Wladimir Kaminer/RND

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