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Deutschland / Welt Raketen treffen Stützpunkte der syrischen Armee
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Raketen treffen Stützpunkte der syrischen Armee
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12:55 30.04.2018
Eine Serie von schweren Explosionen hat am Sonntagabend in Syrien mehrere Stützpunkte der Armee und iranischer Milizen erschüttert. Quelle: imago/Xinhua
Beirut

Bei einem Raketenangriff im Norden Syriens sind nach Angaben von Beobachtern 26 regierungstreue Kämpfer getötet worden, die meisten von ihnen Iraner. Der Angriff in der Nacht zu Montag sei offenbar von Israel ausgeführt worden, erklärte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte weiter. Ziel sei ein Waffenlager für Boden-Boden-Raketen in einem als Brigade 47 bekannten Stützpunkt gewesen.

In iranischen Medienberichten gab es widersprüchliche Angaben zu dem Angriff. Israel kommentierte ihn zunächst nicht. Doch Geheimdienstminister Israel Katz warnte den Iran. „Der Iran muss sich aus Syrien zurückziehen“, sagte der Minister. „Israel hat auf allen Ebenen eindeutig klargemacht, dass es dem Aufbau einer iranischen Front im Norden, in Syrien, nicht zustimmen wird.“ Man werde „alles unternehmen, was notwendig ist“. Israel werde weiterhin „auf seinen roten Linien bestehen“.

Unter den Opfern seien auch vier Syrer, teilte die Beobachtungsstelle mit. Mehr als 60 Kämpfer seien verletzt worden, mehrere würden noch vermisst. Die Zahl der Toten könne daher noch steigen.

Das syrische Staatsfernsehen hatte am frühen Montagmorgen von Angriffen auf Außenposten des Militärs berichtet. Es handele sich um eine „neue Aggression“, hieß es. Die Geschosse seien auf Stellungen in den ländlichen Regionen von Aleppo und Hama gerichtet worden.

Die Brigade 47 setzt sich aus syrischen Regierungstruppen und iranischen Kräften zusammen. Teheran hat Tausende iranische Kämpfer nach Syrien entsandt, die in dem seit sieben Jahren andauernden Bürgerkrieg die Truppen von Präsident Baschar al-Assad unterstützen.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf syrische Medien über den Angriff. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna berichtete unter Berufung auf „örtliche Quellen und Aktivisten“, bei dem Angriff seien in einem Vorort von Hama 18 Iraner getötet worden, darunter ein Kommandeur. Laut der halboffiziellen iranischen Agentur Tasnim sagte ein nicht genannter iranischer Staatsbediensteter aber, es seien keine iranischen Kämpfer getötet und keine vom Iran betriebenen Militärstützpunkte getroffen worden.

Von AP/dpa/RND

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