Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt Ex-Vize Mnangagwa wird neuer Präsident
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ex-Vize Mnangagwa wird neuer Präsident
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:31 22.11.2017
Der entlassene Vizepräsident Emmerson Mnangagwa ist der designierte Nachfolger Mugabes. Quelle: dpa
Anzeige
Harare

Die Rückkehr des früheren Vizepräsidenten Emerson Mnangagwa (75) aus dem selbst gewählten Exil nach Simbabwe wurde noch für Mittwoch erwartet, wie staatliche Medien berichteten. Mugabe (93) hatte ihn Anfang November als Vize entlassen. Mnangagwa floh daraufhin aus Angst um seine Sicherheit nach Südafrika. Er genießt den Rückhalt der Regierungspartei Zanu-PF und der Militärführung, die in der vergangenen Woche geputscht hatte.

Mnangagwa stand immer an der Seite des Präsidenten

Mugabe war am Dienstag nach fast vier Jahrzehnten an der Macht zurückgetreten. Damit war er einem Amtsenthebungsverfahren des Parlaments zuvorgekommen. In der Nacht zum Mittwoch hatten daraufhin Tausende Simbabwer ausgelassen den Rücktritt Mugabes gefeiert.

Mnangagwa soll das Land im südlichen Afrika wohl bis zu den ohnehin für nächstes Jahr geplanten Wahlen führen. Ob die Opposition an der Übergangsregierung beteiligt und wie schnell das Militär die Macht wieder einer zivilen Führung übergeben würde, blieb zunächst unklar. Der Hardliner Mnangagwa mit dem Spitznamen „Das Krokodil“ hat engste Verbindungen zum Militär. Zudem hat er den Geheimdienst und verschiedene Ministerien geleitet. Mugabe hat Simbabwe heruntergewirtschaftet - und Mnangagwa stand stramm an seiner Seite.

Reaktionen von USA und EU

Oppositionsführer Morgan Tsvangirai forderte, schnellstmöglich freie und faire Wahlen abzuhalten, um aus Simbabwe wieder eine erfolgreiche Demokratie zu machen. Auch Vertreter der internationalen Gemeinschaft forderten eine rasche Rückkehr zur Demokratie. „Der Weg vorwärts muss zu freien und fairen Wahlen führen“, erklärte US-Außenminister Rex Tillerson. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, es sei wichtig, dass nun ein offener Dialog für eine demokratischere Zukunft eingerichtet werde, der zur Beschleunigung wesentlicher Reformen animiere.

Von dpa/RND

„Der Schlächter vom Balkan“ gilt als Hauptverantwortlicher für die Kriegsgräuel auf dem Balkan. Jetzt erklärte ihn das UN-Kriegsverbrechertribunal für schuldig.

22.11.2017

Stephan Weil (SPD) ist am Mittwoch zum niedersächsischen Ministerpräsidenten wiedergewählt worden. Der Landtag in Hannover stimmte am Mittwoch mit großer Mehrheit für den 58-Jährigen.

22.11.2017
Deutschland / Welt Speakers’ Corner - Endlich Agent

Weil die USA den russischen TV-Sender Russia Today zum Agenten erklären, droht Präsident Wladimir Putin ausländischen Medien mit dem gleichen Schritt. Unser Autor findet das zu zahm – und hätte noch ein weitergehende Vorschläge.

22.11.2017
Anzeige