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Deutschland / Welt Erster GSG-9-Chef Ulrich Wegener gestorben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Erster GSG-9-Chef Ulrich Wegener gestorben
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14:46 03.01.2018
Ulrich Wegener ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Quelle: dpa
Berlin/Windhagen

Der erste Kommandeur der Antiterroreinheit GSG 9, Ulrich Wegener, ist tot. Wie am Mittwoch bekannt wurde, starb der frühere Brigadegeneral des Bundesgrenzschutzes im Alter von 88 Jahren. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der in Windhagen im Westerwald wohnende Wegener bereits am 28. Dezember gestorben sei.

Unter Wegeners Leitung hatte die Spezialeinheit der Bundespolizei im Oktober 1977 die von palästinensischen Terroristen gekaperte Lufthansa-Maschine „Landshut“ im somalischen Mogadischu gestürmt und mehr 90 Geiseln unversehrt befreit. Damit erwarb sich der 1929 im brandenburgischen Jüterbog geborene Wegener den Beinamen „Held von Mogadischu“.

„Ich war froh, dass wir mal zeigen konnten, was wir können“

Die Entführer wollten mit der Aktion auf dem Höhepunkt des „Deutschen Herbstes“ elf inhaftierte Terroristen der Rote-Armee-Fraktion (RAF) freipressen. Bei der Erstürmung der Maschine wurden drei der vier palästinensischen Terroristen erschossen. Kein Polizist und keine der Geiseln kamen ums Leben.

„Ich war froh, dass wir mal zeigen konnten, was wir können“, sagte Wegener vor einigen Jahren zu diesem Einsatz. „Wir hatten davor jahrelang auf deutschen Flughäfen einen solchen Einsatz immer wieder geübt, nachts haben wir abgestellte Maschinen gestürmt. Manchmal konnten diese Maschinen auch nachher nicht mehr fliegen.“

Später im Dienst Saudi-Arabiens

Die RAF-Häftlinge Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe nahmen sich nach der Geiselbefreiung in Stuttgart-Stammheim das Leben.

Der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) hatte Wegener 1972 mit dem Aufbau der Eliteeinheit GSG 9 beauftragt. Anlass war ein Anschlag palästinensischer Terroristen auf Israels Mannschaft während der Olympischen Spiele in München.

1988 wechselte der Gründungskommandeur in den Dienst der saudischen Regierung, um die dortige 2.000 Mann starke „Special Security Forces“ auszubilden. Wegener wurde so zu einem international gefragten Experten in der Terrorismusbekämpfung.

Von RND/dpa

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