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Deutschland / Welt Erdogan verlangt Auslieferung von 136 „Terroristen“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Erdogan verlangt Auslieferung von 136 „Terroristen“
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18:04 01.10.2018
„Natürlich gibt es weiter Probleme“: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: Presidential Press Service via AP
Berlin/Ankara

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat von Deutschland die Auslieferung von 136 Menschen verlangt.

Bei den Gesuchten handele es sich, so seine Aussage, um „Terroristen“. Bei seinem Staatsbesuch habe er der deutschen Regierung eine entsprechende Namensliste übergeben, berichtet die türkische Zeitung „Hürriyet“. Noch in der vergangenen Woche handelte es sich laut türkischen Medien dabei um 69 Menschen.

Es sei nicht nachvollziehbar, so Erdogan, warum Deutschland die Mitglieder der Gülen-Bewegung oder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nicht ausliefere, auch wenn Beweise gegen sie vorlegen. Erdogan macht den Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch von 2016 in der Türkei verantwortlich.

Versöhnliche Worte trotz Forderung

Laut „Hürriyet“ gab sich Erdogan aber auch versöhnlich. Natürlich gebe es weiter Probleme, habe er nach seinem Deutschland-Besuch bekundet. „Ich kann nicht sagen, dass wir alle überwunden haben.“ Dennoch sei er sehr freundlich empfangen worden. „Die Gastfreundschaft von Herrn Steinmeier und Frau Merkel war wirklich sehr erfreulich“, sagte er der Zeitung.

Zur Sprache kam auch sein emotionaler Ausbruch während des Staatsbanketts am Freitag. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte in seiner Tischrede wiederholt Erdogans Menschenrechtspolitik kritisiert. Er reagierte scharf: „In unserem Land laden wir nicht jemandem zum Essen ein und unternehmen dann so etwas.“.

Besuch der Bundeskanzlerin und Bundespräsidenten in der Türkei geplant

Trotzdem verriet der türkische Präsident auf dem Rückflug den anwesenden Journalisten, dass der Besuch nicht folgenlos bleiben werde: Für das kommende Jahr kündigte er Besuche von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Türkei an. Mit ihnen sei er einig geworden, sich öfter zu besuchen: „So Gott will werden wir sie 2019 in der Türkei empfangen“, sagte er.

Erdogan war Samstagabend nach Ankara zurückgeflogen. Die Interviews aus dem Flugzeug waren erst für den Montag freigegeben worden.

Von RND/nie/dpa

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