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Deutschland / Welt Endspurt zur Bayernwahl: Jeder zweite Wähler noch unentschlossen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Endspurt zur Bayernwahl: Jeder zweite Wähler noch unentschlossen
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10:29 13.10.2018
In München hängen Wahlplakate von SPD, Grünen und der CSU Quelle: Matthias Balk/SPD/Grüne/CSU/dpa
München

Letzter Tag im bayerischen Landtagswahlkampf: Kurz vor der Wahl an diesem Sonntag kämpfen die Parteien um jeden, der noch keine Entscheidung getroffen hat. Sowohl die CSU als auch die SPD hoffen darauf, am Ende doch noch merklich besser abzuschneiden als in den jüngsten Meinungsumfragen. Nachdem sich CSU und SPD am Freitagabend in München und Schweinfurt bei ihren letzten Großkundgebungen feiern ließen, buhlen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen bei kleineren Veranstaltungen letztmals um die Gunst der Wähler.

Die letzte Umfrage vor der Wahl, ein ZDF-„Politbarometer“ vom Donnerstag, hatte die CSU bei 34 Prozent gesehen. Auf Rang zwei kamen die Grünen (19 Prozent), gefolgt von SPD (12 Prozent), Freien Wählern und AfD (beide je 10 Prozent), FDP (5,5 Prozent) und Linke (4 Prozent).

Umfragen zur Landtagswahl haben begrenzte Aussagekraft

Allerdings haben vergangene Wahlen gezeigt, dass Umfragen nur begrenzte Aussagekraft haben. Ein Grund ist, dass viele Wahlberechtigte bis zum Schluss unentschlossen sind, ob sie überhaupt zur Wahl gehen und wen sie dann wählen werden. In Bayern gab sich in Umfragen zuletzt jeder Zweite noch unsicher.

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Nach Einschätzung des Meinungsforschers Manfred Güllner lassen sich praktisch nur noch potenzielle FDP-Wähler von Umfragen beeinflussen. Sie wollten ihre Stimme nicht verschenken, wenn die Liberalen unter der 5-Prozent-Hürde taxiert würden, sagte der Geschäftsführer des Forsa-Instituts der „Rheinischen Post“. Angesichts von Umfragewerten zwischen 5 und 6 Prozent muss die FDP am Sonntag um den Einzug in den Landtag zittern.

SPD und CSU drohen dramatische Verluste

CSU-Chef Horst Seehofer sagte am Freitagabend bei der letzten großen CSU-Kundgebung in München, er glaube, „dass wir ein Stück besser abschneiden werden, als das in den letzten Tagen prophezeit wurde“. SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen sagte bei einem Auftritt in Schweinfurt ebenfalls, die letzten Stunden seien entscheidend.

Beiden Parteien drohen am Sonntag aber dramatische Verluste. Die CSU muss nach allen Umfragen mit dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit im Landtag rechnen, wie schon bei der Wahl 2008. Die Partei wird sich damit voraussichtlich einen oder mehrere Koalitionspartner suchen müssen. Insgesamt können sich sieben Parteien begründete Hoffnungen auf einen Landtagseinzug machen: CSU, Grüne, SPD, Freie Wähler, AfD, FDP und die Linke.

Von RND/dpa

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