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Deutschland / Welt Donald Trumps große Ärzte-Show
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17:38 14.01.2018
Gesundheitlich alles in bester Ordnung bei Präsident, sagen seine Ärzte. Quelle: dpa
Washington

Trumps Leibarzt Ronny Jackson will am Dienstag in einer Pressekonferenz detailliert zur körperlichen Verfassung seines prominenten Patienten Stellung beziehen, ließ aber bereits am Sonntag durchblicken, dass alles bestens sei.

In den vergangenen Wochen und Monaten war wiederholt die mentale Fitness des Staatsoberhauptes in Zweifel gezogen worden. Neben dem früheren Geheimdienstchef James Clapper und dem republikanischen Senator Bob Corker äußerten sich vor allem mehrere Oppositionspolitiker skeptisch, ob Trump dem Amt mental gewachsen sei.

Dem Versuch, den Präsidenten auf ungewöhnliche Weise aus dem Amt zu drängen, stellen sich allerdings nicht nur seine Parteifreunde entgegen. Auch aus ärztlicher Sicht wird zur Vorsicht gemahnt.

Schwächelnde Vorgänger

Es sei nicht professionell, Persönlichkeiten, die im Licht der Öffentlichkeit stehen, nur aus der Ferne zu beobachten und Bewertungen zu deren psychischer Verfasstheit abzugeben, sagt der renommierte Psychiater Ken Duckworth: „Jemanden eine psychische Krankheit zu unterstellen, weil man seine Meinung nicht teilt, ist problematisch.“

Und Duckworth’ Kollege Marvin Swartz erinnert an Trumps Vorgänger, die trotz so mancher Schwächen das Land führten. Schon der legendäre Abraham Lincoln habe nach Einschätzung seiner Zeitgenossen unter schweren Depressionen gelitten. Mehrere Studien seien zu dem Ergebnis gelangt, dass auch der populäre John F. Kennedy unter erheblichen psychischen Problemen litt. Ganz zu schweigen von Richard Nixon, der zudem dem Alkohol sehr zugetan war. Offene Fragen gibt es auch mit Blick auf Ronald Reagan. Bei dem Präsidenten, der heute von vielen Amerikanern so sehr verehrt wird, wurde wenige Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Amt Alzheimer diagnostiziert.

Fokus auf die Entscheidungen

Die Zurückhaltung der Mediziner kommt nicht von ungefähr. So unterliegt es letztlich dem Präsidialamt, welche Teile des ärztlichen Befundes veröffentlicht werden. Ohnehin sind die verfassungsrechtlichen Vorgaben mit Blick auf die Gesundheit des Präsidenten äußerst vage.

Und erfahrene Politiker wie die langjährige Senatorin Dianne Feinstein warnen davor, Trumps öffentlichen Manövern allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken: Anstatt gebannt den Aussagen von Ärzten zu folgen, die dem Chef des Weißen Hauses wohlgesonnen sind, sollte die Fülle an Entscheidungen stärker diskutiert werden, die der Präsident in seinem ersten Amtsjahr traf.

Von Stefan Koch/RND

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