Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt Die fröhlichen Königsmacher in Kiel
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Die fröhlichen Königsmacher in Kiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:01 08.05.2017
Neue politische Farb-Kombinationen warten auf die künftige Abgeordneten im Landeshaus, dem Sitz des Landtages in Kiel. Quelle: dpa
Hannover

W

Die drei haben viel erreicht in letzter Zeit. Der weithin unbekannte CDU-Mann Günther hat einen SPD-Ministerpräsidenten gestürzt. Und der Liberale Kubicki und der Grüne Habeck haben Wahlergebnisse erzielt, von denen ihre Parteien anderswo nur träumen können. Ohne Kubicki und Habeck geht jetzt in Schleswig-Holstein nichts mehr. Sie sind die Königsmacher von Kiel – und die Aussicht auf die Macht führt sie zusammen.

Schwarz-Gelb-Grün (Jamaika) oder Rot-Gelb-Grün (Ampel)? Ausgeschlossen ist nur, dass vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen eine Entscheidung fällt. Danach ist alles möglich. Deutschland erlebt einen Farbenfrühling: Ja, es gibt Alternativen zu den Großen Koalitionen allerorten – vorausgesetzt, die kleinen Parteien werden so groß wie jetzt in Kiel. Dafür muss allerdings einiges zusammenkommen.

In Berlin haben SPD und CDU gerade noch vor der drohenden Schwäche der möglichen Koalitionspartner gewarnt. Die Grünen liegen in Umfragen bundesweit kaum über sechs Prozent. Ob die FDP den Sprung in den Bundestag schafft, ist schwer vorherzusehen. In Kiel haben die beiden Parteien ihren Erfolg in erster Linie ihren Spitzenmännern zu verdanken. Sie verbindet, so unterschiedlich sie auch sein mögen, der unbedingte Wille zum Wahlerfolg. Habeck und Kubicki sind seit Jahren die Gesichter ihrer Landesparteien und spielen zugleich auf der bundespolitischen Ebene mit.

Mit Robert Habeck erleben die Grünen erneut einen Kretschmann-Effekt. Der Umweltminister ist einer der beliebtesten Politiker im Land, weil er im besten Sinn des Wortes geerdet ist. Habeck kann Mehrheiten jenseits der grünen Wählerschaft organisieren, ohne die Grundwerte der Grünen aufzugeben. Dass im Bund genau solch ein Kandidat fehlt, ist der Grund für das aktuelle Leiden der Grünen in Berlin. Mehr Habeck, weniger Özdemir und Göring-Eckardt – so wird jetzt das Motto der Wahlkampf-Strategen lauten. Ganz so, als habe die grüne Basis nicht schon anders entschieden.

Ein Dämpfer droht den Grünen schon am nächsten Wochenende in Nordrhein-Westfalen. Im rot-grünen Kabinett in Düsseldorf fehlt eine Figur wie Habeck.

Dass Grüne und Liberale auch nach der Wahl am Rhein als Königsmacher zusammenwirken, ist unwahrscheinlich: In NRW pflegen die beiden kleinen Parteien große Aversionen. Bei beiden will die Führung nur ja konsequent erscheinen gegenüber einer misstrauischen Basis. Doch weder die Grünen noch die Liberalen dürfen sich dann beklagen, wenn am Ende die nächste Große Koalition kommt.

politik@lvz.de

Von Jörg Kallmeyer/RND

Mehrere türkische Soldaten und ihre Familien haben nach Medienberichten Asyl in Deutschland erhalten. Wie WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichteten, wurden die ersten Anträge auf politisches Asyl türkischer Bürger mit Diplomatenpässen positiv beschieden.

08.05.2017

Am kommenden Sonntag wird Emmanuel Macron die Amtsgeschäfte vom sozialistischen Präsidenten François Hollande übernehmen. Die erste Auslandsreise steht jetzt schon fest. Er fliegt nach Berlin, um Merkel zu treffen.

08.05.2017

Am Sonntagabend haben die Franzosen Emmanuel Macron zu ihrem neuen Präsidenten gemacht. Die wichtigsten internationalen Reaktionen auf den Sieg sehen Sie in unserer Bildergalerie.

08.05.2017