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Deutschland / Welt Die Links-Rechts-Idiotie
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12:33 23.10.2017
Deutschlandfahne über der Wartburg in Eisenach: Patriotismus gilt vielen per se als rechts – und damit als verdächtig. Quelle: dpa
Hamburg


Der besorgniserregende Rückschritt, den wir dieser Tage zu vermerken haben, zeigt sich prototypisch an der Rückkehr der Schlagwortrhetorik. Wer heute den Nationalstaat verteidigt: rechts. Wer das Wort Patriotismus positiv besetzt: rechts. Wer Rechtsverstöße in der Flüchtlingspolitik anmerkt: rechts. Wer offene Grenzen ablehnt: rechts. Wer andererseits grenzüberschreitenden Freihandel will: auch rechts. Rechts ist automatisch reaktionär. Rechts ist bäh. Rechts verfolgt das falsche Weltbild. Aber warum sollen Grenzschutz und Ordnungspolitik rechts sein? Jeder souveräne Staat der Erde schützt seine Grenzen und steuert die Zusammensetzung seiner Bevölkerung. Und was genau ist denn rechts?

Wenn rechts das Konservative, das Bewahrende ist, dann ist doch jene Veränderung, die jetzt von „rechten“ Parteien gefordert und angesetzt wird, gerade nicht rechts. Seit Jahren verteidigen Linke Besitzstände beharrlich. Und die Linken-Frontfrau Wagenknecht erkennt im Flüchtling den sozialen Rivalen des Einheimischen – ist sie also rechts?

Man kann begrenzte Einwanderung wollen und zugleich für die Erhöhung des Mindestlohns sein. Man kann humanitär gesinnt sein und dennoch Einwände gegen die Scharia haben. Das, was dem eigenen Dogma nicht passt, mit dem Stigma „rechts“ zu diffamieren, befördert genau das, was verhindert werden sollte: den Triumph derer, die nun Gerechtigkeit für sich und ihre Belange fordern – eine ganz andere als bisher geläufig. Sprache ist Ausdruck von Denken und die Komplexität der Probleme enorm. Die Brisanz der Lage fordert uns also weit größere Klugheit ab.

Christian Schüle ist Autor in Hamburg.

Von Christian Schüle

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