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Deutschland / Welt Deutsche bei Hotel-Anschlag in Kabul getötet
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Deutsche bei Hotel-Anschlag in Kabul getötet
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14:14 22.01.2018
Schwarzer Rauch steigt nach dem Angriff aus dem Intercontinental Hotel in Kabul auf. Quelle: AP
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Kabul/Berlin

Bei dem Anschlag auf ein internationales Luxushotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul wurde eine Deutsche getötet. Nähere Angaben zum Opfer gab laut dem Auswärtigen Amt nicht. Die Angehörigen würden informiert. Bei der Frau handelt es sich offenbar um eine Entwicklungshelferin, die für eine Organisation in Afghanistan arbeitete. Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bestätigte, gibt es keine Hinweise auf weitere verletzte Deutsche. Die sechs Täter sollen bei ihrem Angriff am Samstag gezielt nach Ausländern und Regierungsbeamten gesucht und dann geschossen haben.

Die afghanischen Behörden bezifferten die Anzahl der Todesopfer nach dem 17 Stunden langen Taliban-Angriff am Wochenende auf 19. Ein verletzter Afghane sei in der Nacht gestorben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, am Montagmorgen. Außerdem waren bei dem Angriff alle sechs Angreifer getötet worden. Laut dem afghanischen Gesundheitsministerium seien bisher 22 Leichen in Krankenhäuser gebracht worden. Die Zahl beinhalte aber möglicherweise Leichen von Attentätern.

Augenzeugen hatten am Sonntag die Angaben der afghanischen Regierung als schwer untertrieben kritisiert. Das Innenministerium hatte zuvor niedrigere Zahlen und falsche Angaben zu der Herkunft der Opfer verbreitet.

Identifizierungen dauern an

Bisher seien 14 der Opfer als Ausländer identifiziert worden, sagte Nasrat Rahimi. Es könne jedoch noch dauern, bis alle identifiziert sein. Drei hätten keine Papiere bei sich gehabt. Er korrigierte eine Angabe vom Vortag, wonach ein Kirgise ums Leben gekommen sei. Der Mann sei Kasache. Ein Sprecher des kasachischen Außenministeriums, Anuar Zhainakov, bestätigte das über Facebook.

Es blieben aber weitere Lücken und Diskrepanzen. Nach afghanischen Angaben sollen zum Beispiel neun Ukrainer umgekommen sein. Die ukrainische Regierung hatte am Sonntag aber nur sechs bestätigt. Für zwei tote Venezolaner gab es am Montag noch keine offizielle Bestätigung. Ein für tot erklärter griechischer Pilot rief am Montagmorgen den griechischen TV-Sender Skai an und beschrieb, wie er sich vor den Angreifern in seinem Zimmer versteckt hatte.

Der Großteil der Opfer hatten für die afghanische Fluglinie Kam Air gearbeitet, die das Hotel als Basis für internationalen Angestellte genutzt hatte. Kam Air kündigte Verspätungen und Flugstreichungen an.

Von dpa/RND

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