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Deutschland / Welt Deutsche Bauern wollen Klimaschutz vorantreiben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Deutsche Bauern wollen Klimaschutz vorantreiben
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06:00 10.01.2018
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, spricht über die neue Klimastrategie Quelle: dpa
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Herr Rukwied, Umweltschützer arbeiten sich an Ihnen ab. Der „Nabu“ hat Ihnen gerade den Negativ-Preis „Dinosaurier 2017“ verliehen. Jetzt legen Sie eine Klimaschutzstrategie für die Landwirtschaft vor. Wollen Sie Ihre Kritiker verwirren?

Nein, ganz und gar nicht. Übrigens: Über diesen Preis habe ich mich gefreut.

Warum das denn?

Von meinen Kollegen ist in den vergangenen Tagen viel positive Resonanz, Rückdeckung und die Aufforderung gekommen, weiter für die Anliegen der Landwirtschaft zu kämpfen. Alle sind sich einig: Wir setzen unsere Bemühungen um eine Verbesserung der Biodiversität fort.

… und Sie wollen sich jetzt verstärkt dem Klimaschutz widmen. Was haben Sie sich genau vorgenommen?

Klimaschutz und Landwirtschaft sind zwei Seiten einer Medaille. Wir müssen beides miteinander zusammenbringen. Die Bauern sind stark betroffen von der Veränderung des Klimas. Wir spüren die Veränderung jedes Jahr aufs Neue. Wetterschwankungen und Starkregenereignisse nehmen zu. Wir ziehen jetzt Bilanz unserer Klimaschutzstrategie von 2010 und setzen uns neue Ziele.

Was haben Sie denn bisher erreicht?

Die Landwirtschaft hat ihre Treibhausgas-Emissionen seit 1990 um 16 Prozent reduzieren können. Diesen Pfad müssen wir weiter beschreiten. Wir wollen bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts den nächsten gewaltigen Schritt beim Klimaschutz schaffen und den Ausstoß weiter senken. Dazu werden wir noch klimaschonender wirtschaften. Aber wir setzen dabei nicht auf Aktionismus, sondern auf umsetzbare Maßnahmen.

Konkret: Was planen Sie?

Es geht darum, dass weniger Methan von unseren Wiederkäuern und weniger Lachgas aus der Düngung in die Atmosphäre gelangt. Das erreichen wir durch eine verbesserte Fütterung oder durch eine stärkere Verwendung von Gülle in Biogasanlagen. Wir sollten auch mehr Gülle direkt beim Ausbringen auf das Ackerland in den Boden einarbeiten, damit es weniger Emissionen gibt.

Was erwarten Sie von der Politik?

Was mit Blick auf den Klimaschutz Sinn macht, ist ökonomisch nicht immer der günstigste Weg. Wir brauchen deshalb Unterstützung von der Politik: Etwa, dass für die Verwertung von Gülle in Biogasanlagen auch zukünftig ein Bonus gezahlt wird. Wir müssen uns dem Thema Biodiesel weiter widmen und können so weiter zur Reduzierung von Emissionen beitragen. Wir fordern, an der Quote von sieben Prozent Beimischung bei Kraftstoffen mindestens bis 2030 festzuhalten.

Thema Glyphosat: Was halten Sie von Überlegungen der GroKo-Sondierer, den Einsatz des Pflanzenschutzmittels in Deutschland zu beschränken?

Glyphosat ist für uns ein wichtiges und unverzichtbares Hilfsmittel, beispielsweise bei bodenschonenden Mulchsaatverfahren. Wir setzen es nur temporär und nicht auf jedem Feld und nicht in jedem Jahr ein. Wir sind der Meinung, dass die aktuellen Regelungen einen verantwortungsvollen Umgang mit Glyphosat sicherstellen. Weitere Beschränkungen sind nicht zielführend.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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