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Deutschland / Welt Das war die Bundesleserkonferenz mit Sahra Wagenknecht
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Das war die Bundesleserkonferenz mit Sahra Wagenknecht
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19:09 07.09.2017
Die Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht.   Quelle: dpa
Berlin

 Sahra Wagenknecht ist eines der bekanntesten Gesichter der Linkspartei. Eine Stunde lang beantwortete die Spitzenkandidatin und Bundesvorsitzende der Linken im Rahmen der Bundesleserkonferenz des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) Fragen rund um die Themenbereiche Persönliches, Wahlkampf und Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien. Mit dabei waren die Leserinnen und Leser der RND-Partnerzeitungen. Im Ticker gibt's die Diskussion zum Nachlesen.

  • 07.09.17 16:17
  • 07.09.17 16:12
    Nach über einer Stunde und zahlreichen kritischen Fragen der Leserinnen und Leser beenden wir jetzt die fünfte und letzte Bundesleserkonferenz des RND mit Sahra Wagenknecht.
  • 07.09.17 16:11
    Leserfrage: Fühlen Sie sich von den deutschen Medien gerecht behandelt?

    Wagenknecht: Ich will nicht jammern, aber es gibt viele Artikel und Beiträge, in denen bewusst verfälscht wird. Wieviele Artikel habe ich gelesen, dass wir Putin-Freunde sind? Es gibt aber immer wieder auch faire Beiträge. Talkshows sind für uns wichtig. Dort können wir unsere Positionen authentisch darlegen.

    Wir sind stärker als die Grünen – kommen aber nur halb so oft vor. Das ärgert mich.
  • 07.09.17 16:11
  • 07.09.17 16:07
    Leserfrage: Was halten Sie davon, dass die Kirchen bei uns Vorteile genießen, die mit dem Grundgesetz eigentlich nicht vereinbar sind?

    Wagenknecht: Ich bin dafür, Staat und Kirche zu trennen. Trotzdem können wir nicht sofort die Kirchensteuer streichen. Es gibt im Kirchenbereich auch Engagement, das wichtig ist Längerfristig sollte man diesen Zustand überwinden. Es ist eine Verstrickung von staatlichen und kirchlichen Aufgaben.
  • 07.09.17 16:05
  • 07.09.17 16:04
    Leserfrage: Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt – was halten Sie von dieser Aussage?

    Wagenknecht: Diese Aussage habe ich immer für Unsinn gehalten.
  • 07.09.17 16:02
    Leserfrage: Wäre es für Sie eine Option, Lafontaine von Kolaitionsverhandlungen für Rot-Rot-Grün auszuschließen?

    Wagenknecht: Lafontaine ist einer der wichtigsten und prägendsten Persönlichkeiten für die Linke. Es geht gar nicht mehr so sehr um Oscar. Jetzt werde ich ja als Hinderungsgrund gesehen. Es geht vielmehr darum, ob die SPD andere Politik machen will. Dann wären wir ein Partner.
  • 07.09.17 15:59
  • 07.09.17 15:59
    Leserfragen: Würden Sie die Formel "so wahr mir Gott helfe" benutzen?

    Wagenknecht: Nein, ich bin atheistisch erzogen. Das wäre nicht ehrlich.
  • 07.09.17 15:58
    Leserfrage: Wie könnte Rrot-Rot-Grün funktionieren? Wer wird dritter bei dieser Bundestagswahl?

    Wagenknecht: Erste Bedingung: Unser Wahlergebnis muss sich verdoppeln, damit es eine Mehrheit gibt. Das ist unwahrscheinlich.

    Die Frage ist, was wollen die anderen? Aber ich sehe auch nicht ein, unsere Positionen aufzugeben. Natürlich kann es Kompromisse geben. Bei der Vermögenssteuer wären wir beispielsweise bereit von fünf auf drei Prozent zu gehen. Wir wollen die alte Politik nicht fortsetzen.

    Unser Einsatz in Syrien ist überflüssig. Dieser Einsatz bewirkt, dass wir eine Zielscheibe von terroristischen Anschlägen sind. In Afghanistan verhält es sich ähnlich. Aus Kriegseinsätzen müssen wir unsere Soldaten zurückziehen.
  • 07.09.17 15:56
  • 07.09.17 15:51
    Leserfrage: Wie wollen Sie mit Saudi-Arabien umgehen?

    Wagenknecht: Waffenlieferungen müssen sofort aufhören. Saudi-Arabien missachtet die Menschenrechte – das sind barbarische Zustände. Solchen Ländern militärische Kooperationen anzubieten, das finde ich absurd.
  • 07.09.17 15:51
  • 07.09.17 15:50
    "Wenn man dafür sorgen will, dass sich der Konflikt löst. Darf die Ukraine nicht in die Nato. Die Russen werden sich nicht zurückziehen, wenn sich die Nato immer weiter ausbreitet", ist sich Wagenknecht sicher. "Ich wünsche mir eine Politik, die russische Interessen ernstnimmt. Ich finde, das sind wir ihnen auch schuldig. Jede weitere Ausweitung der Nato sollte unterlassen werden. Das ist der einzige Weg, dieses Problem zu lösen."
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Alle Informationen rund um die Bundesleserkonferenz finden Sie hier.

Von RND