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Deutschland / Welt Das sind die 10 skurrilsten Fakten zur Bundestagswahl
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Das sind die 10 skurrilsten Fakten zur Bundestagswahl
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11:17 23.09.2017
Wo Dagmar Müsing sonst bügelt, entsteht am Sonntag ein Wahllokal. Quelle: dpa
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Berlin

Die Bundestagswahl steht kurz bevor. Ein Kraftakt, der der Hilfe von tausenden Ehrenamtlichen bedarf – und noch dazu Millionen kostet. Zeit für zehn interessante Fakten rund um das Wahlgeschehen:

1. Der kleinste Wahlbezirk

Die Hallig Gröde im Wattenmeer ist der kleinste Wahlbezirk Deutschlands. Dort sind nur neun Menschen wahlberechtigt. Bei den vergangenen Wahlen haben die Einwohner der Hallig sich im Wohnzimmer des Bürgermeisters zum Wählen getroffen – in diesem Jahr werden sie gemeinschaftlich per Briefwahl ihre Stimme abgeben.

2. Das ungewöhnlichste Wahllokal

Im niedersächsischen Buchholz räumt Familie Müsing seit 15 Jahren ihren Bügel- und Fitnesskeller frei, damit die Nachbarn dort wählen können. Würde Dagmar Müsing ihren Keller nicht anbieten, müssten die 325 Wahlberechtigten in ihrer Nachbarschaft mehrere Kilometer weit in die Buchholzer Ortschaft Trelde fahren.

3. Die höchste Aufwandsentschädigung

25 Euro bekommt ein Wahlhelfer als Aufwandsentschädigung – das sogenannte Erfrischungsgeld. Bei der Bundestagswahl 2013 waren es noch 21 Euro. Insgesamt packen rund 650 000 Ehrenamtliche bei der Bundestagswahl 2017 mit an.

4. Die teuerste Wahl aller Zeiten

92 Millionen Euro kostet die Bundestagswahl voraussichtlich in diesem Jahr – damit ist es die teuerste Wahl aller Zeiten in Deutschland. Und das, obwohl weniger Menschen wahlberechtigt sind. Grund sind unter anderem höhere Portokosten, weil immer mehr Menschen Briefwahl beantragen.

5. Der erste Kanzler ohne Abitur

Der Spitzenkandidat der SPD, Martin Schulz, wäre der erste Bundeskanzler ohne Abitur. Die elfte Klasse hat er gleich zweimal wiederholt. Dafür spricht Schulz sechs Sprachen – Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch und Deutsch.

6. Der jüngste Kandidat

Florian Beer tritt für die Satirepartei Die Partei an. Quelle: Die Partei

Insgesamt stellen sich 4828 Kandidaten zur Wahl – darunter sind 1400 Frauen. Der jüngste Kandidat ist der Schüler Florian Beer, der gerade erst 18 Jahre alt geworden ist. Beer tritt für Die Partei im Wahlkreis 63 östlich von Berlin an.

7. Die älteste Kandidatin

Barbara Rütting mit ihrem Wahlplakat. Quelle: dpa

Die 89-jährige Schauspielerin Barbara Rütting tritt in Bayern für die V-Partei an – eine Gruppe, die für „Veränderung, Vegetarier und Vegane“ eintritt. Sie ist die älteste Kandidatin bei der Bundestagswahl 2017.

8. Das modernste Verbot

Das erste Mal ausdrücklich verboten sind Selfies aus der Wahlkabine. Dafür wurde extra die Bundeswahlordnung geändert. Im Paragraf 56 heißt es jetzt: „In der Wahlkabine darf nicht fotografiert oder gefilmt werden.“ Wer sich nicht daran hält, wird von der Wahl ausgeschlossen.

9. Die höchste Strafe

Eine schlimmere Strafe droht Menschen, die wählen ohne wahlberechtigt zu sein – oder ihre Stimme mehrfach abgeben. Wahlfälschung wird mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet.

10. Die schwersten Bedingungen

Auch Obdachlose können wählen – selbst wenn sie keinen festen Wohnsitz und somit keine Meldeadresse haben, an die die Wahlbenachrichtigung zugestellt werden kann. Sie müssen dafür beim Wahlamt ihre Aufnahme ins Wählerverzeichnis beantragen – und zwar mindestens drei Wochen vor der Wahl. In dem Antrag müssen sie „an Eides statt“ versichern, dass sie deutsche Staatsbürger sind und für keine Wohnung gemeldet sind.

Von Anne Grüneberg/RND

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