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Deutschland / Welt Bundesgerichtshof erlässt Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bundesgerichtshof erlässt Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen
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15:35 01.11.2017
Schwer bewaffnete Polizisten stehen am 01. November vor dem Gelände des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe. Quelle: dpa
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Karlsruhe

Schwer bewaffnete und maskierte Sonderkräfte der Polizei stehen am Mittwoch vor dem Gelände des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe. Einen Tag nach der Festnahme eines 19-Jährigen hat der Ermittlungsrichter Hafterlass wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erlassen. Das teilte die Bundesanwaltschaft mit. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Spezialkräfte der Polizei hatten den Verdächtigen am Dienstagmorgen in seiner Schweriner Wohnung festgenommen. Der junge Mann soll laut Bundesanwaltschaft seit Juli einen Anschlag mit hochexplosivem Sprengstoff geplant und vorbereitet haben. Dazu habe er unter anderem Schwefelsäure und eine Oxidatorlösung mit Wasserstoffperoxid beschafft. Die Chemikalien sind Bestandteile des Sprengstoffs TATP. Zudem seien Bauteile für einen Fernzünder gefunden worden.

In Karlsruhe wird der unter Terrorverdacht stehende Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Zuvor nahmen Spezialkräfte den 19-Jährigen in einem Schweriner Plattenbau fest.

Internetüberwachung führt Ermittler auf die Spur

Laut Innenminister Thomas de Maizière sei es durch die Festnahme gelungen, einen „schweren Terroranschlag in Deutschland“ zu verhindern. Eine Überwachung der Internetverbindungen und Kontakte brachte die Ermittlungsbehörden laut de Maizière auf die Spur des Syrers.

Mecklenburg-Vorpommers Innenminister Lorenz Caffier (CDU) betonte, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass das Bundesland als Rückzugsort für potenzielle Attentäter genutzt werde. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass unsere Sicherheitsstruktur technisch und rechtlich mit den neuen Dimensionen des Terrors Schritt halten kann.“ Im Zuge der Sondierungsgespräche hatten sich Union, FDP und Grüne bereits darauf geeinigt, dass die Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Terrorismusbekämpfung verstärkt werden müssen.

Von RND/dpa

Nun wird es ernst: SPD und CDU haben sich bei einem weiteren Treffen im Landtagam Mittwoch darauf geeinigt, Verhandlungen für eine Große Koalition in Niedersachsen aufzunehmen. Die Parteivorstände müssen dem Beschluss heute im Laufe des Tages noch zustimmen.

Die Täter stammen oft aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis – Millionen Kinder werden weltweit sexuell missbraucht. Kaum ein Opfer sucht Hilfe.

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Union, FDP und Grüne haben die strittigen Themen Migration und Klimapolitik vom offiziellen Programm der Sondierungsgespräche dieser Woche genommen. Man wolle diese Themen erst einmal detailliert im kleinen Kreis besprechen, sagt FDP-Chef Linder dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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