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Deutschland / Welt Britische Polizei identifiziert mutmaßliche Täter im Fall Skripal
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Britische Polizei identifiziert mutmaßliche Täter im Fall Skripal
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11:56 19.07.2018
Zwei mit Schutzanzügen bekleidete britische Ermittler. Quelle: PA WIRE
London

„Einige Russen“ sind Berichten der britischen Nachrichtenagentur „PA“ zufolge als Tatverdächtige im Fall des durch das Nervengift Nowitschok vergifteten russischen Ex-Spions Sergej Skripal und dessen Tochter Julia identifiziert worden. Die Informationen der Agentur stammen aus Ermittlerkreisen. Offenbar wurden Tausende Stunden Material aus Überwachungskameras mit Einreiselisten nach Großbritannien verglichen und so die Verdächtigen identifiziert. „Die Ermittler sind sich sicher, dass die Verdächtigen Russen sind“, so die Quelle gegenüber „PA“.

Russisches Außenministerium spricht von „Betrug“

Das russische Außenministerium tat die Vorwürfe der westlichen Welt am Donnerstag abermals als Lügen ab. Die britische Anschuldigung, dass Russland hinter dem Giftanschlag stecke, entspreche einem „Betrug“ und einer „internationalen Provokation“, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Ausweisungen russischer Diplomaten seien ein Resultat des „kolossalen“ Drucks, den die USA und Großbritannien ausgeübt hätten. Russland werde sehr bald darauf reagieren.

Der ehemalige russische Militärgeheimdienstspezialist Skripal war 2006 in Russland wegen Spionage für Großbritannien verurteilt worden. Er saß in Russland im Gefängnis, bis er 2010 bei einem Agentenaustausch frei kam und sich in England niederließ. Am 4. März wurden der 67-Jährige und seine 33-jährige Tochter bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury gefunden. Beide wiesen Symptome einer schweren Vergiftung auf.

Inzwischen haben sich die Skripals erholt, beide leben abgeschirmt an einem nicht bekannten Ort in Großbritannien. Die 44-jährige Dawn Sturgess jedoch, die wie ihr Lebensgefährte Charlie Rowley zufällig mit Nowitschok in Berührung kam, starb acht Tage danach. Es wird vermutet, dass sich das Gift in einem Parfumfläschchen befand, das die beiden in Salisbury in einem Park gefunden haben. Sturgess sprühte sich offenbar etwas davon auf die Haut - eine Woche später war sie tot.

Von RND

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