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Deutschland / Welt Bermuda schafft Ehe für alle wieder ab
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bermuda schafft Ehe für alle wieder ab
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15:37 08.02.2018
Erst im vergangenen Jahr wurde die Ehe für alle per Gerichtsbeschluss durchgesetzt. Quelle: © epd-bild / Jörn Neumann
London/Hamilton

Jetzt sollen wieder nur hetereosexuelle Paare heiraten dürfen: Am Mittwoch genehmigte Bermudas Gouverneur John Rankin einen Beschluss, der die Heirat für gleichgeschlechtliche Paare auf dem britischen Inselterritorium rückgängig macht – und das, obwohl die Eheöffnung 2017 per Gerichtsbeschluss durchgesetzt worden war. Schwulen und lesbischen Paaren bleibt nach dem „Domestic Partnership Act 2017“ künftig nur noch die eingetragene Lebenspartnerschaft.

Das Gesetz solle ein faires Gleichgewicht zwischen zwei unversöhnlichen Gruppen auf den Bermudas herstellen, erklärte dazu Innenminister Walton Brown, dessen regierende PLP-Partei die Aufhebung der Ehe vorgeschlagen hatte. Es bekräftige, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau bestehen müsse, während gleichzeitig die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare anerkannt und geschützt würden, so Brown.

Kritik von Menschenrechtlern

Bürgerrechtsgruppen bezeichnen den Beschluss hingegen als einen beispiellosen Rückschritt und beklagen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften nun einen Status zweiter Klasse erreichten.

„Gouverneur Rankin und das Bermuda-Parlament haben Bermuda beschämenderweise zum ersten Territorium der Welt gemacht, das die Ehe für alle wieder aufhebt“, sagte Ty Cobb, Direktor der Human Rights Campaign Global gegenüber der britischen Zeitung „The Guardian“.

Gleichgeschlechtliche Paare, die bereits vor dem Beschluss dieses Gesetzes unter Bermuda-Recht verheiratet worden sind, werden weiterhin als verheiratet anerkannt. Das sind allerdings nur etwa ein halbes Dutzend. Homosexuelle Handlungen wurden auf der Inselgruppe erst Mitte der 90er-Jahre legalisiert.

Von RND

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