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Deutschland / Welt Bedrohungslage wird zehn Jahre anhalten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bedrohungslage wird zehn Jahre anhalten
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14:33 05.01.2018
Die allgemeine Terrorgefahr in Deutschland dauert nach Einschätzung des Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt noch etwa zehn Jahre an.  Quelle: dpa-Zentralbild
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Berlin

 Die allgemeine Terrorgefahr in Deutschland wird nach Einschätzung des Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt noch lange andauern. „Wir müssen uns auf eine länger anhaltende Gefahrenlage ausrichten, das heißt, uns für die nächsten zehn Jahre auf das Thema einstellen“, sagte Kandt der Deutschen Presse-Agentur. „Die militärische Niederlage des IS ist das eine, das andere sind aber die Aufrufe an die Gefährder, in den Heimatländern in Europa Taten zu begehen. Das Thema ist noch lange nicht erledigt.“ Darauf müssten sich besonders die großen deutschen Städte einstellen.

Polizei arbeitet an unterschiedlichen Lösungsansätzen

Aber der Polizeipräsident hat auch Lösungen parat: „Es werden im nächsten Jahr neue und ganz andere Schutzmaßnahmen kommen. Ich denke, dass wir in Berlin bestimmte Orte auch durch Baumaßnahmen schützen müssen“, sagte Kandt. „Wir werden uns in dieser Hinsicht besser aufstellen müssen als bisher. Im Moment leben wir noch in einem Provisorium, das eine sinnvolle und dauerhafte Lösung erfordert.“

Bei einem Arbeitsbesuch in London habe er ganz unterschiedliche Ausführungen von Pollern gegen Attentate mit Autos oder LKW gesehen, berichtete Kandt. „Das kann man auch so machen, dass das Stadtbild nicht ästhetisch und atmosphärisch beeinträchtigt wird.“ Auch in Berlin habe die Polizei bei bestimmten Veranstaltungen wie den großen Silvesterfeiern die Schutzmaßnahmen schon Ende 2017 deutlich sichtbarer aufgestellt. Dies werde auch weiter so gehandhabt. „Das können die Verengungen von Straßen ebenso sein wie Verbote für Lastwagen oder Sperren durch aufgestellte Polizeiautos.“

Die Polizei zieht ihre Lehren aus dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt Quelle: epd

Anschlag auf Weihnachtsmarkt hat Impulse ausgelöst

Die Polizei habe auch aus dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz Ende 2016 ihre Lehren gezogen. „Trotz der großen Trauer über den Anschlag muss man ohne Zynismus feststellen: Er hat auch Impulse ausgelöst. Dazu gehört die starke politische Unterstützung für mehr Sicherheit, etwa in Form des Anti-Terror-Pakets mit viel Ausrüstung“, sagte Kandt. Außerdem sei die gesellschaftliche Akzeptanz von Polizeipräsenz und Schutzmaßnahmen erheblich gestiegen.

Kandt sehe trotz aller Verbesserungen aber noch immer einen Optimierungsbedarf in der Polizeiarbeit: „Die Zahl der Gefährder verdoppelte sich, das Täterbild ist vielfältiger geworden. Neben der seit langem bekannten Gruppenstruktur gibt es auch vermehrt radikalisierte Einzeltäter.“ Mit gezielter Observation, der Stärkung präventiver Telefonüberwachung und der vermehrten Überwachung von Messenger-Diensten reagiere die Polizei bereits darauf. Kandt betonte aber: „Eine hundertprozentige Sicherheit kann die Polizei in der heutigen Zeit nicht bieten.“

Von RND/dpa

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