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Deutschland / Welt Auswärtiges Amt verurteilt Raketenbeschuss auf Israel
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Auswärtiges Amt verurteilt Raketenbeschuss auf Israel
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16:15 09.08.2018
Eine Frau passiert ein Haus nahe der Grenze zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, das in der Nacht von einer aus Gaza abgefeuerten Rakete zerstört wurde. Quelle: AP
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Berlin

Das Auswärtige Amt zeigt sich sehr besorgt über die jüngste Konfrontation zwischen militanten Palästinensern im Gazastreifen und Israel. „Die alarmierende Eskalation der Gewalt vergangene Nacht, bei der mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden, gibt uns Anlass zu größter Sorge“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Freitag). „Den massiven Raketen- und Mörserbeschuss auf israelische Städte und Dörfer aus Gaza heraus verurteilen wir auf das Schärfste. Solche Handlungen, die Leib und Leben Unschuldiger in Gefahr bringen, sind nicht zu rechtfertigen“, betonte die Sprecherin von Bundesaußenminister Heiko Maas.

Adebahr unterstrich das Selbstverteidigungsrecht Israels: „Israel hat das Recht, seine Sicherheit zu verteidigen und angemessen auf Angriffe zu reagieren.“ Zugleich müsse jedoch alles getan werden, damit es „nicht zu einer weiteren Zuspitzung von gefährlicher Tragweite“ komme.

Gefragt sei jetzt auch die internationale Gemeinschaft: „Wir appellieren an alle, die Einfluss auf die Lage nehmen können, jeder weiteren Verschärfung der Lage entgegenzuwirken. Alle sind aufgerufen, dazu beizutragen und sich um Deeskalation und einen Weg aus der aktuellen Krise zu bemühen“, forderte Adebahr. Die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern müssten weitergehen. „Alle Bemühungen, insbesondere seitens Ägyptens und der Vereinten Nationen, um Vermittlung und eine Beilegung der laufenden Auseinandersetzungen haben unsere volle Unterstützung. Sie sind jetzt wichtiger denn je und müssen umso intensiver fortgesetzt werden“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts.

Der Konflikt zwischen Israel und der in Gaza herrschenden Hamas hat sich in den vergangenen Tagen wieder verschärft. Seit Mittwochabend hatten Islamisten im Gaza-Streifen Dutzende Geschosse Richtung Israel gefeuert, worauf das Militär reagierte. Auf israelischer Seite gab es sieben Verletzte. Im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben drei Menschen getötet worden. Es handele sich um eine Schwangere, ihre einjährige Tochter und einen Kämpfer der radikalislamischen Hamas, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza am Donnerstag mit.

Von Marina Kormbaki / RND

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