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Deutschland / Welt Australier sagen Ja zur Ehe für alle
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Australier sagen Ja zur Ehe für alle
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10:30 15.11.2017
Jubel in Sydney: Mit großer Mehrheit haben die Australier für die Ehe für alle gestimmt. Quelle: AP
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Melbourne

Kylie Minogue jubelt bei Twitter: „Liebe ist Liebe, war immer Liebe, wird immer Liebe sein“, schreibt sie beim Kurznachrichtendienst. Die australische Pop-Sängerin ist eine Ikone der Schwulenszene. Sie freut sich über ihre Landsleute, die nach jahrelangem Hin und Her in einer Volksbefragung mit klarer Mehrheit dafür gestimmt haben, dass gleichgeschlechtliche Paare auch in Australien bald heiraten können. „Gut gemacht, Australien“, lobt auch der schwule britische Sänger Boy George. Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull versprach, dass die Ehe für alle noch vor Weihnachten zum Gesetz wird.

Mit 61,6 Prozent fiel das Ergebnis deutlicher aus als erwartet. Das klare Ja zur Homo-Ehe wurde vor allem in Großstädten wie Sydney und Melbourne, wo es große schwule und lesbische Gemeinden gibt, laut gefeiert.

Mittlerweile ist die Ehe für alle in mehr als 20 westlichen Demokratien möglich. In Deutschland ist die Hochzeit auf dem Standesamt für gleichgeschlechtliche Paare seit dem 1. Oktober erlaubt. Allerdings war der Weg dahin in Australien ziemlich ungewöhnlich. Nach schier endlosen Debatten entschied sich der konservative Premier Turnbull in diesem Sommer, das Volk in einer Art Briefwahl zu befragen.

Grund für die Abstimmung mit der Post war, dass die Opposition Turnbulls Pläne für eine richtige Volksabstimmung blockiert hatte. Labour-Partei und Grüne sind zwar dafür, dass Frau und Frau sowie Mann und Mann heiraten dürfen. Ein Referendum darüber lehnten sie jedoch ab. Die Befragung hielten sie für überflüssig und auch für zu teuer. Die Kosten lagen bei umgerechnet etwa 80 Millionen Euro.

Nach Angaben des nationalen Statistikamtes ABS nahmen nun knapp 80 Prozent der Stimmberechtigten teil. 7,8 Millionen Australier waren dafür. 4,9 Millionen stimmten dagegen.

Die letzte Entscheidung liegt nun beim Parlament. Das Ergebnis der Volksbefragung ist für die Abgeordneten nicht bindend – allerdings gibt es keine Zweifel daran, dass sich eine Mehrheit finden wird. Die Opposition ist ohnehin dafür und in der rechtsliberalen Regierungskoalition sind die Befürworter inzwischen auch in der Mehrheit. Turnbull selbst hatte schon vor Wochen angekündigt, dafür zu stimmen.

In einer kurzen Rede begrüßte der Regierungschef das „überwältigende Ja“. „Sie haben für Fairness gestimmt, für Engagement, für die Liebe“, sagte Turnbull. Die Stimme des Volkes müsse nun respektiert werden. Nunmehr sei es an der Regierung, „zu liefern“.

Von RND / dpa

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