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Deutschland / Welt Angriff auf touristisches Hotel in Mali
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Angriff auf touristisches Hotel in Mali
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21:17 18.06.2017
Auch die Bundeswehr ist in Mali im Rahmen einer UN-Mission präsent (Symbolbild). Quelle: dpa
Bamako

Anwohner in Malis Hauptstadt berichteten von Schüssen, die auf dem Gelände einer touristischen Unterkunft am Stadtrand von Bamako gefallen seien. Dabei habe es Tote und Verletzte gegeben, verlautete am Sonntagabend aus UN-Kreisen. Es werde vermutet, dass die Angreifer Geiseln in der luxuriösen Anlage genommen hätten.

Demnach hatten sich dort an diesem Wochenende Vertreter des französischen Militäreinsatzes in Mali, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen befunden. Vor rund einer Woche hatte das US-Außenministerium vor möglichen Angriffen auf westliche Einrichtungen und andere Orte in Bamako gewarnt, die von westlichen Bürgern besucht werden.

Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere extremistische Gruppen sind im Norden Malis aktiv. Sie greifen dort immer wieder UN-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an.

Aber auch der Süden ist nicht sicher: Im vergangenen September griffen Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako an, nahmen 100 Gäste als Geiseln und töteten etwa 20. In Mali sind etwa 800 Bundeswehr- Soldaten als Teil einer UN-Friedensmission stationiert.

Bei einem Angriff auf einen Militärposten im Norden Malis waren am Samstag mindestens fünf Menschen getötet worden. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Die Bundeswehr unterstützt sei 2013 vor Ort die UN-Mission Minusma, die sich in Mali für eine Stabilisierung des von ethnischen Konflikten und Terrorismus bedrohten Staates engagiert. Im Januar stimmte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats auf bis zu tausend deutsche Soldaten zu.

Von RND/dpa