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Deutschland / Welt AfD soll Terrorverdächtigen beschäftigen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt AfD soll Terrorverdächtigen beschäftigen
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19:41 19.04.2018
Bundeswehroffizier Franco A. gab sich als syrischer Flüchtling aus und wollte womöglich Anschläge verüben. Möglicherweise hatte er einen Komplizen. Quelle: dpa
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Berlin

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Nolte soll einen Bundeswehroffizier beschäftigen, gegen den die Bundesanwaltschaft ermittelt. Der Mann werde verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Das berichtet die „Zeit“.

Bei Maximilian T. soll es sich laut dem Bericht um einen Komplizen von Franco A. handeln. Der Oberleutnant der Bundeswehr hatte sich Ende 2015 als syrischer Flüchtling ausgegeben und wollte möglicherweise Anschläge verüben.

Nolte, der die AfD im Verteidigungsausschuss des Bundestages vertritt, versicherte gegenüber der „Zeit“, T. habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. Der Versuch, dem Bundeswehroffizier Zutritt zum Bundestag zu verschaffen, scheiterte offenbar dennoch. Die Verwaltung verweigerte Noltes persönlichem Referenten einen Hausausweis, heißt es in dem Bericht. Bei einer sogenannten Zuverlässigkeitsüberprüfung sollen die Beamten auf die Ermittlungen gegen T. gestoßen sein.

Im Frühsommer 2017 sei der Mann im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall Franco A. verhaftet worden. Wenig später sei er wieder aus der Haft entlassen worden. Einen dringenden Tatverdacht habe es laut Bundesgerichtshof nicht gegeben. Die Ermittlungen dauerten an, bestätigte eine Sprecherin des Generalbundesanwalts in Karlsruhe der „Zeit“.

T. sei möglicherweise beim Verstecken einer Waffe am Wiener Flughafen beteiligt gewesen und soll seinen Kameraden gegenüber Vorgesetzten gedeckt haben. Weiter solle T. eine Liste mit potenziellen Anschlagszielen angefertigt haben.

Nolte nimmt den Mann, der sieben Stunden in der Woche für ihn arbeitet, in Schutz: T. habe von der Waffe nichts gewusst, zitiert die „Zeit“ den Bundestagsabgeordneten. Die Liste lasse keinen „Hinweis auf einen strafrechtlich relevanten Verwendungszweck entnehmen“, heißt es dort weiter. T. selbst hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Von RND

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