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Deutschland / Welt AfD-Politiker Poggenburg nennt eigene Partei „Rattenloch“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt AfD-Politiker Poggenburg nennt eigene Partei „Rattenloch“
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16:41 04.09.2018
André Poggenburg im Dezember 2017 beim AfD-Bundesparteitag in Hannover. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
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Magdeburg

Der langjährige AfD-Spitzenpolitiker André Poggenburg hat seinen Landesverband Sachsen-Anhalt als „Rattenloch“ bezeichnet. Hintergrund sind private Textnachrichten zwischen ihm und einer Frau, die auf dem linken Internetportal indymedia.org hochgeladen wurden.

Nach immer wieder aufkochenden internen Querelen hat Poggenburg seine Parteikollegen im Verdacht, die inzwischen wieder gelöschten Screenshots vom Handy der Frau weitergegeben zu haben. „Für mich ist klar, dass das aus der Partei kommt“, sagte der 43-Jährige am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Ich habe in der Partei in den letzten Jahren viel erlebt, aber das ist in negativer Hinsicht ein neues Level.“ Es werde versucht, ihn zu beschädigen und dabei werde in Kauf genommen, dass auch der Frau, seiner Lebensgefährtin und der Partei Schaden zugefügt werde. Er kündigte Anzeige gegen Unbekannt an.

Drei Abgeordnete verließen bereits die Fraktion

Nach der Veröffentlichung der Nachrichten habe er in einem internen AfD-Chat „emotionsgeladen“ geschrieben, „was für ein Rattenloch eine Partei oder Fraktion überhaupt sein kann“, sagte Poggenburg. Damit habe er zwar Parteien allgemein gemeint. „Aber natürlich ist die AfD inbegriffen und mir ist kein anderer Verein oder eine andere Partei bekannt, in der interne Rangeleien solche Ausmaße annehmen. AfD-Landeschef Martin Reichardt wollte den Fall nicht kommentieren.

Zuerst hatten „Magdeburger Volksstimme“ und „Mitteldeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Die AfD in Sachsen-Anhalt ist seit Jahren immer wieder in Machtkämpfe und Querelen verstrickt, die teilweise öffentlich ausgetragen werden. Drei Abgeordnete verließen die einst 25-köpfige Fraktion.

Poggenburg selbst verlor seinen Posten im Bundesvorstand und zog sich nach einer verlorenen internen Vertrauensabstimmung im März von Partei- und Fraktionsspitze im Land zurück. Zuletzt zog er sich auch aus dem von ihm mitgegründeten völkisch-nationalen Flügel um Thüringens AfD-Chef Björn Höcke zurück.

Von RND/dpa

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