Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt „Ärzte dürfen mit Medikamenten nichts verdienen“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Ärzte dürfen mit Medikamenten nichts verdienen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 21.10.2018
Hausärzte wollen künftig auch Medikamente an ihre Patienten abgeben Quelle: dpa
Berlin

Das Jahr 1241 gilt als Geburtsstunde der klassischen Apotheken: Damals erließ der Staufenkaiser Friedrich II. das „Edikt von Salerno“. Darin wurde die Trennung der Berufe von Arzt und Apotheker festgelegt. Der Arzt sollte nicht daran verdienen, wenn er dafür sorgt, dass der Patient möglichst viele Medikamente einnimmt. Seine Aufgabe war es, zu diagnostizieren und Arzneimittel zu verordnen. Die Apotheker wiederum durften selbst keine Patienten behandeln und die Arzneien auch nur zu gesetzlich festgelegten Preisen verkaufen. Dieses System gibt es bis heute.

Dass der Hausärzteverband nun vorschlägt, die strikte Trennung aufzuheben, hat folgenden Hintergrund: Weil Gesundheitsminister Jens Spahn das im Koalitionsvertrag vereinbarte und von den etablierten Apotheken geforderte Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente nicht umsetzen will, muss er seiner Meinung nach an anderer Stelle etwas für die Apothekerschaft tun. Deshalb hat Spahn ins Gespräch gebracht, den Apothekern das Impfen zu erlauben. Der Vorstoß der Hausärzte ist also als Versuch zu werten, diese Kompetenzausweitung zu verhindern und wenigstens eine Kompensation dafür zu bekommen.

Natürlich kann es in einigen Bereichen sinnvoll sein, die strikte Trennung aufzuheben, etwa auf dem flachen Land, wo es wenige Apotheker und Ärzte gibt. Aber grundsätzlich sollte die Trennung beibehalten werden. Die damalige Begründung ist aktueller denn je. Der Vorgang zeigt aber vor allem eines: Spahn sollte nicht versuchen, sich mit Tricks aus der Sache mit dem Versandhandelsverbot herauszuwinden. Eine Untersagung des Onlinehandels passt einfach nicht ins 21. Jahrhundert. Spahn muss das endlich so entscheiden und die Verbotspläne zu den Akten legen.

Von Timot Szent-Ivanyi/RND

Trump gilt als russlandfreundlich, aber nun könnte es neue Spannungen zwischen seiner Regierung und dem Kreml geben. Der US-Präsident will einen wichtigen Raketenvertrag aufkündigen. Folgt ein neues Wettrüsten?

21.10.2018

Tausende Menschen aus Mittelamerika verharren nach tagelanger Reise nun vorerst an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko. Sie haben ein Ziel vor Augen: Die USA. Donald Trump kündigte allerdings genau wie Mexiko bereits Maßnahmen gegen die Einreise der Menschen an.

20.10.2018

Rund 670.000 Gegner des britischen EU-Austritts demonstrieren in London für ein zweites Brexit-Referendum. Ein Überraschungserfolg: Die Veranstalter waren von knapp 100.000 Teilnehmern ausgegangen. Bürgermeister Sadiq Khan spricht von einem „historischen Moment“.

21.10.2018