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Deutschland / Welt 40.000 Franzosen protestieren gegen Macron
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20:46 05.05.2018
Die Demonstranten zogen am Samstagnachmittag durch das Zentrum der französischen Hauptstadt. Quelle: imago/PanoramiC
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Paris

Unter strenger Beobachtung von französischen Polizisten haben Tausende Demonstranten in Paris eine „Party“ gegen den Präsidenten Emmanuel Macron gefeiert. Der größtenteils festliche Protest am Samstag fand rund eine Woche vor dem ersten Jahrestag des Amtsantritts von Macron am 14. Mai statt. Die Polizei setzte Tränengas gegen Unruhestifter am Rande der Protestveranstaltung ein. Die Behörden beauftragten 2000 Polizeibeamte mit der Bewachung des Protests. Sie wollten Ausschreitungen wie am Maifeiertag verhindern.

Bei der Kundgebung am Samstag vor der berühmten Opéra Garnier war auf Schildern „Stoppt Macron!“ zu lesen. Die Demonstranten marschierten durch Viertel, wo sich viele Touristen aufhielten, in Richtung eines Platzes im Osten von Paris.

Der Protest am Samstag richtete sich gegen diverse Reformen des Präsidenten und seiner Regierung. Kritiker werfen Macron vor, mit seiner Politik vor allem Unternehmen und Besserverdiener zu bevorzugen. Im Aufruf zu der Demonstration hieß es, Macron verhalte sich wie ein verkehrter Robin Hood: Er nehme von den Armen und verteile an die Reichen.

Unter den Teilnehmern waren Studenten, Krankenpfleger, Rentner und Vertreter der seit Wochen immer wieder streikenden Eisenbahner. Das Staatsoberhaupt konnte bislang viele auch umstrittene Reformen durchsetzen. Damit schlug ihm nun kurz vor Ablauf seines ersten Amtsjahrs die Kritik von Menschen mit ganz unterschiedlichen Anliegen entgegen. Vorherige Proteste richteten sich meist gegen einzelne Reformvorhaben. Macrons Wahl an die Staatsspitze jährt sich am Montag zum ersten Mal.

Beobachter sahen die Demonstration auch als Test dafür, ob sich die zersplitterte Linke gegen den sozialliberalen Macron vereinen kann. Unter anderem trat der Chef der Linkspartei, Jean-Luc Mélenchon, auf, wie auf Live-Bildern des TV-Senders BFMTV zu sehen war

„Was wir speziell tun wollen, ist Widerstand zu leisten, ihm (Macron) unseren Ärger zu zeigen, ihm zu zeigen, dass es einige Franzosen gibt, die nicht für ihn stimmten, nicht mit dem einverstanden sind, was er versucht zu tun“, sagte Sylvie Brissonneau, die bald in den Ruhestand geht. Macrons Reformen umfassen unter anderem eine Anhebung der Steuern für Rentner.

Bei den Protesten am Dienstag wurden Autos angezündet, ein Schnellrestaurant und andere Geschäfte wurden verwüstet. Die Behörden machten vermummte Anarchisten für die Gewalt verantwortlich. Aus Justizkreisen verlautete am Samstag, gegen sieben Personen seien Vorwürfe erhoben worden.

Von AP/dpa/RND

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