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Deutschland / Welt 2017 gab es deutlich weniger Asylbewerber
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14:12 16.01.2018
Die meisten Schutzsuchenden kommen aus Syrien. Quelle: epd
Berlin

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2017 suchten insgesamt 186.644 Menschen in Deutschland Schutz. Das teilten der geschäftsführende Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und die Leiterin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, in der Bundespressekonferenz mit. Demnach stellten zwar rund 220.000 Asylbewerber einen förmlichen Antrag – gut 24.000 davon seien aber Folgeanträge oder verzögerte Antragstellungen aus den Vorjahren.

Im Jahr 2016 gab es noch etwa 280.000 neue Asylanträge, im Rekordjahr 2015 waren es rund 890.000. Die größte Gruppe unter den Schutzsuchenden waren zuletzt Syrer.

Verfahrensdauer lag 2017 bei rund elf Monaten

De Maizière lobte die Arbeit des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Es bleibe aber viel zu tun. „Durch Personalaufstockung in einer für eine Behörde nie gekannten Ausmaßes konnten die Abläufe enorm beschleunigt werden“, sagte der geschäftsführende Bundesinnenminister. Demnach konnten die offenen Verfahren von rund 433.000 zu Beginn des Jahres auf 68.000 reduziert werden. Die durchschnittliche Verfahrensdauer lag im vergangenen Jahr den Angaben zufolge bei rund elf Monaten – das sei allerdings ein statistischer Wert, weil sehr viele Alterverfahren darunter seien. Mittlerweile läge die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Neuverfahren bei 2,3 Monaten, so de Maizière.

Fast 40 Prozent der Anträge wurden abgelehnt

Bei den Asylentscheidungen erhielten 20,5 Prozent der Betroffenen den Flüchtlingsstatus nach dem Grundgesetz oder der Genfer Flüchtlingskonvention. Weitere 16 Prozent der Antragsteller erhielten den untergeordneten subsidiären Schutz, für den derzeit der Familiennachzug ausgesetzt ist. In knapp 7 Prozent der Fälle wurde ein Abschiebeverbot verhängt. Abgelehnt wurden 38,5 Prozent der Anträge. Der Rest wurde anderweitig erledigt, unter anderen aus formellen Gründen.

Von RND/ang/epd